Geschichte Vertreibung Deutschland-Estland

posted by Katalin Teller on 2009/10/26 09:48

[ Vortrag | Lecture ]

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa veranstaltet in Kooperation mit dem Nordost-Institut – Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa e.V. Lüneburg eine Vortragsreihe und eine Podiumsdiskussion zum Thema Umsiedlung | Ansiedlung | Flucht. Umsiedlung der Deutschbalten aus Estland und Lettland 1939–1941. TeinehmerInnen: Helēna Šimkuva, Detlef Henning, Eckart Herold und Toomas Hiio | Moderation: Dr. Jasper von Altenbockum. Zeit und Ort: Donnerstag, 29. Oktober 2009 um
18.00 Uhr, Landesvertretung Baden-Württemberg, Tiergartenstraße 15, 10785 Berlin.

Vor 70 Jahren, im Oktober 1939, begann die Umsiedlung der Deutschbalten aus Estland und Lettland. Im Januar 1940 hatten die meisten von ihnen ihre Heimat verlassen. Damit endete die rund 750-jährige Geschichte dieser deutschen Minderheit, die über Jahrhunderte entscheidend die Kultur der baltischen Region geprägt hatte.

Vorausgegangen war die Unterzeichnung des Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes - auch Hitler-Stalin-Pakt genannt - im August 1939. In dessen geheimen Zusatzprotokollen wurde Ostmitteleuropa in Interessensphären zwischen Deutschland und der Sowjetunion aufgeteilt. Im Juni 1940 okkupierte die Sowjetunion die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen. Zahlreiche Einwohner fielen dem stalinistischen Terror zum Opfer oder wurden deportiert.

Die Deutschbalten wurden in der Region um Posen und in Westpreußen angesiedelt. Von dort flüchteten sie bei Kriegsende nach Westen bzw. wurde vertrieben. Die Veranstaltung will aus der Sicht der Deutschen, Esten und Letten an die Umsiedlung erinnern und einen Ausblick auf den gemeinsamen Umgang mit der Geschichte und dem kulturellen Erbe heute geben.

Programm

Begrüßung
    * Dr. Doris Lemmermeier | Deutsches Kulturforum östliches Europa
    * Dr. Andreas Lawaty | Nordost-Institut – Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa

Grußworte
    * Botschaft der Republik Estland
    * Botschaft der Republik Lettland

Vorträge
      Die Umsiedlung der Deutschbalten aus Estland und Lettland 1939–1941
      Detlef Henning M. A. | Nordost-Institut, Lüneburg

      Die deutsche Minderheit und der Untergang der Republiken Estland und Lettland 1939–1941
      Prof. Dr. Helēna Šimkuva | Riga

Podiumsdiskussion
      Die Bedeutung der Deutschbalten und ihrer Geschichte für die Beziehungen zwischen Deutschland und den Staaten Estland und Lettland heute.

Detlef Henning M. A., Historiker mit Schwerpunkt auf osteuropäischer und baltischer Geschichte, Studium an der Universität in Münster, 1992–2001 wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Geschäftsführer am Institut für Deutschland- und Osteuropaforschung (Göttingen), seit 2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Nordost-Institut.

Prof. Dr. hist. Helēna Šimkuva, Proféssorin an der Hochschule für Seefahrt in Riga, Dissertation und verschiedene Forschungsprojekte zur deutschbaltischen Geschichte in Lettland in der Zwischenkriegszeit. Mitarbeit an der mehrbändigen Geschichte Lettlands im 20. Jh., hrg. vom Institut für Geschichte Lettlands an der Universität Lettlands.

Toomas Hiio, stellvertretender Direktor des Estnischen Kriegsmuseums – General Laidoner Museums, Studium der Geschichte an den Universitäten Tartu und Helsinki, Mitarbeit an verschiedenen Forschungsprojekten an der Universität Tartu, 1998–2003 Referent des Staatspräsidenten, 1998–2009 vollziehender Sekretär der Estnischen Internationalen Kommission zur Untersuchung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Eckart Herold, Botschafter a. D., Studium der Rechtswissenschaft, der französischen Literatur und Landeskunde in Würzburg und Caen/Frankreich sowie Studium an der Ecole Nationale d’Administration in Paris, seit 1972 im auswärtigen Dienst, 2001–2005 Botschafter in Riga.

Moderation: Dr. Jasper von Altenbockum, seit 1989 Mitarbeiter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, politische Redaktion, Studium der Geschichte und Germanistik in Tübingen, Berlin und Münster, Master of Arts in Politik, Geschichte und Vergleichender Literaturwissenschaft an der Washington University in St. Louis, Promotion an der Universität Münster.

Weitere Informationen: Dr. Claudia Tutsch, T. 0331/20098-14.

Kontakt: Deutsches Kulturforum östliches Europa, Am Neuen Markt 1, 14467 Potsdam. Tel. +49 (0)331 20098-0, Fax  +49 (0)331 20098-50, deutsches@kulturforum.info.

 


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