Wahlen 2006 - Part 13

posted by Bela on 2006/03/24 14:18

[ Wahlen 2006 ]

Schüssel, Gyurcsány: Schmarren

Hab's dann doch nicht ausgehalten und mir den Gyurcsány-Blog angeschaut: Heute schreibt er z. B.:

"Kanzler Schüssel ist ein wunderbarer Mensch, ein erfahrener Politiker, war früher Außenminister [...] Das Abendessen bestand aus österreichischen Gängen, Salat am Anfang, als Hauptspeise Tafelspitz mit diversen Saucen, schliesslich ein wenig Käse, zuletzt Kaiserschmarren. Letzteres liebe ich ja heiss. (Na, und Tamás [wer immer das ist], das ist beim Schifahren immer sein Essen. Wir suchen immer die Hütte [auch im Original deutsch, so was gibt's ja in Ungarn aus Ermangelung von Bergen nicht], wo man den besten Kaiserschmarren kriegt, dann kehren wir dort immer wieder ein. Komisch, zu Hause gibt's das dann ja nie. Man müsste ein gutes Rezept finden."
Am Abend geht er mit Frau Klara - nur zu zweit - ins Kino.

In den Antworten gibt dann "Csupaszabo" ein Rezept für Kaiserschmarren bekannt, der im übrigen auch über die deutsche (hoppala!) Kost schimpft: Na ja, soviel zur österreichen Nationswerdung ex externo.

Ja und die Gegenseite hat auch schon eine Gyurcsány-Verhunzungssite

http://kakanienneu.univie.ac.at/static/files/27250/kaiserschmarren.jpg


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Antworten

01 by PP at 2006/03/24 15:15 Bitte registrieren und/oder loggen Sie ein, um zu antworten
Schüssel, Gyurcsány: Schmarren

Hab's dann doch nicht ausgehalten und mir den Gyurcsány-Blog angeschaut: Heute schreibt er z. B.:
Muss gestehen, dass ich das höchst amüsant finde. Von der politischen Einschätzungsfähigkeit mal abgesehen - wenn PolitikerInnen posten (öfters nur vorgeblich, denn dann schreibt halt ein/e PressesprecherIn und legt allenfalls den Text zur "Absegnung" vor) gibt es ein wunderbares Zerrbild davon, was ein Blog sein soll. Der common sense dessen, was als Weblog gilt. In diesem Sinne sollte die Medientheorie einfach mehr politische Blogs lesen.

02 by anonymous at 2006/03/24 16:13 Bitte registrieren und/oder loggen Sie ein, um zu antworten
Schüssel, Gyurcsány: Schmarren

Hab's dann doch nicht ausgehalten und mir den Gyurcsány-Blog angeschaut: Heute schreibt er z. B.:
Was ein blog medientheoretisch ist, weiss ich ja auch nicht, ich schreib' halt einfach was ... im übrigen meine ich, der Gyurcsány soll regieren und nicht bloggen

Budapest

A picture from the heydays of liberal Budapest - when a whole (though short) underground line could be built within two years. And M1, the famous "Földalatti", Budapest's yellow line, still works. I have never seen this image of the construction on Andrássy before, so be full of admiration - and I am not telling your where it is from...

The M1-line so is a memento to both: a liberal mayor (for what Budapest was capable of) and the Siemens company, who more than a hundred years ago was capable of producing faultless underground trams (not like today's Combino crap...)

Budapest has – together with St. Petersburg and Vienna – one of the largest tramway networks of the world. The tramway type "UV" – standing for "Új villamos - New tramway" and pictured above – was designed in the early forties and is still a symbol for Hungary's once high-tech railway-carriage industry. With the arrival of the new low-floor-trams in spring 2006 – built by Siemens in Vienna and not too beautiful – this landmark of Budapest will vanish from the cityscape.
György Petri: Imre Nagy

Du warst unpersönlich wie die anderen bebrillten Führer
im Sakko, deine Stimme war nicht metallen,
denn du wußtest nicht, was du eigentlich sagen solltest,
so unvermittelt den vielen Versammelten. Gerade das Plötzliche
war ungewohnt für dich. Du alter Mann mit dem Zwicker,
ich hörte dich, ich war enttäuscht.
Ich wußte noch nichts

vom Betonhof, wo der Staatsanwalt
das Urteil gewiß heruntergeleiert hat,
ich wußte noch nichts von der groben Reibung des Stricks, von der letzten Schmach.

Wer will sagen, was sagbar gewesen wäre
von jenem Balkon aus, Möglichkeiten, unter Maschinengewehren
verfeuert, kehren nicht zurück. Gefängnis und Tod
wetzen die Schärfe des Augenblicks nicht aus,

wenn der eine Scharte bekommen hat. Aber wir dürfen uns erinnern
an den zögernden, verletzten, unentschlossenen Mann,
der gerade seinen Platz zu finden schien,

als wir davon aufwachten,
daß man unsere Stadt zerschoß.

Übersetzt von Hans-Henning Paetzke

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