Postings mit Schlagwort "Józsefváros" (3)

 Neue Romkocsma in Pest 

posted by Béla Rásky 9 years ago

Trotz vermeintlicher Marktsättigung öffnen auch diesen Sommer neue Gstettnbeisl ihre Pforten: "Grund" irgendwo in der Josefstadt, inmitten der laufenden Gentrifizierung, genauen Ort konnte ich nicht eruieren, am Dach des Skála-Metró beim Nyugati pu. eines, und auch das gute-alte "Mumus" in einer Seitengasse der Király utca, ich glaube in der Großen Nußbaumgasse - einst mein Lieblingsbeisl - soll wieder eröffnen. Anstelle des "Tetthely" eröffnet dann im September in der Csányi utca das "Lokál" als eine Art Hub verschiedener Initiativen.

 Vanish, nincs is: Die verschwindende Josefstadt 

posted by Béla Rásky 9 years ago

Ein alter, klassischer Budapester Stadtteil verschwindet, ist zum Verschwinden verurteilt: Nicht die großräumige, blockweise Restaurierung - "Planquadrat" - kommt in der legendären Josefstadt zum Zug, sondern der flächenhafte Abriss.

 Éljen Pest - Es lebe Pest - Part 6 

posted by Bela 10 years ago

"Roncskocsma"

ist ein, wie man so sagt, unübersetzbares ungarisches Wort: "Wrackbeisl" würde es vielleicht treffen, oder "Gstettnbeisl". Um die Jahrtausendwende 2000 schossen sie wie Pilze aus dem Boden. In den abgefuckten HInterhöfen des 6., 7. und 8. Bezirkes wurden für eine Sommersaison ein kleines Wirtshaus eröffnet, das in der Regel - gab es doch in der sommerheissen Stadt kaum Tarrassen, offene Gärten - schnell zum - mehr oder weniger - Geheimtipp avancierte.

Budapest

A picture from the heydays of liberal Budapest - when a whole (though short) underground line could be built within two years. And M1, the famous "Földalatti", Budapest's yellow line, still works. I have never seen this image of the construction on Andrássy before, so be full of admiration - and I am not telling your where it is from...

The M1-line so is a memento to both: a liberal mayor (for what Budapest was capable of) and the Siemens company, who more than a hundred years ago was capable of producing faultless underground trams (not like today's Combino crap...)

Budapest has – together with St. Petersburg and Vienna – one of the largest tramway networks of the world. The tramway type "UV" – standing for "Új villamos - New tramway" and pictured above – was designed in the early forties and is still a symbol for Hungary's once high-tech railway-carriage industry. With the arrival of the new low-floor-trams in spring 2006 – built by Siemens in Vienna and not too beautiful – this landmark of Budapest will vanish from the cityscape.
György Petri: Imre Nagy

Du warst unpersönlich wie die anderen bebrillten Führer
im Sakko, deine Stimme war nicht metallen,
denn du wußtest nicht, was du eigentlich sagen solltest,
so unvermittelt den vielen Versammelten. Gerade das Plötzliche
war ungewohnt für dich. Du alter Mann mit dem Zwicker,
ich hörte dich, ich war enttäuscht.
Ich wußte noch nichts

vom Betonhof, wo der Staatsanwalt
das Urteil gewiß heruntergeleiert hat,
ich wußte noch nichts von der groben Reibung des Stricks, von der letzten Schmach.

Wer will sagen, was sagbar gewesen wäre
von jenem Balkon aus, Möglichkeiten, unter Maschinengewehren
verfeuert, kehren nicht zurück. Gefängnis und Tod
wetzen die Schärfe des Augenblicks nicht aus,

wenn der eine Scharte bekommen hat. Aber wir dürfen uns erinnern
an den zögernden, verletzten, unentschlossenen Mann,
der gerade seinen Platz zu finden schien,

als wir davon aufwachten,
daß man unsere Stadt zerschoß.

Übersetzt von Hans-Henning Paetzke

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