2006-04-15

 History - and what goes with it 

posted by Bela Rasky 19 years ago
Zu Recht....

....wird man jetzt fragen, was denn [budapest] mit den Karpaten zu tun habe. Nun, nichts und viel. Aber die Stadt sitzt nun mal doch "unter dem Karpatenbogen" und deshalb – und weil es ein schöner Artikel ist – passt das Folgende auch her:

15. April 2006, Neue Zürcher Zeitung

Die Auslagerung der Phantasie

Nah am Himmel erfüllt vom grossen Geheimnis? - Die Karpaten als Mythos und Ideologie

Die Alpen verschwinden fast hinter der Menge an kulturellen Zuschreibungen. Mit den Karpaten verhält es sich nur wenig anders, doch ist das Register dieser Zuschreibungen ausserhalb des Raumes weitgehend unbekannt. Seine europäische Randständigkeit macht das von der Slowakei über Polen und die Westukraine bis nach Rumänien sich erstreckende Gebirge wie eh und je zum Mythos.

Von Richard Wagner

Budapest

A picture from the heydays of liberal Budapest - when a whole (though short) underground line could be built within two years. And M1, the famous "Földalatti", Budapest's yellow line, still works. I have never seen this image of the construction on Andrássy before, so be full of admiration - and I am not telling your where it is from...

The M1-line so is a memento to both: a liberal mayor (for what Budapest was capable of) and the Siemens company, who more than a hundred years ago was capable of producing faultless underground trams (not like today's Combino crap...)

Budapest has – together with St. Petersburg and Vienna – one of the largest tramway networks of the world. The tramway type "UV" – standing for "Új villamos - New tramway" and pictured above – was designed in the early forties and is still a symbol for Hungary's once high-tech railway-carriage industry. With the arrival of the new low-floor-trams in spring 2006 – built by Siemens in Vienna and not too beautiful – this landmark of Budapest will vanish from the cityscape.
György Petri: Imre Nagy

Du warst unpersönlich wie die anderen bebrillten Führer
im Sakko, deine Stimme war nicht metallen,
denn du wußtest nicht, was du eigentlich sagen solltest,
so unvermittelt den vielen Versammelten. Gerade das Plötzliche
war ungewohnt für dich. Du alter Mann mit dem Zwicker,
ich hörte dich, ich war enttäuscht.
Ich wußte noch nichts

vom Betonhof, wo der Staatsanwalt
das Urteil gewiß heruntergeleiert hat,
ich wußte noch nichts von der groben Reibung des Stricks, von der letzten Schmach.

Wer will sagen, was sagbar gewesen wäre
von jenem Balkon aus, Möglichkeiten, unter Maschinengewehren
verfeuert, kehren nicht zurück. Gefängnis und Tod
wetzen die Schärfe des Augenblicks nicht aus,

wenn der eine Scharte bekommen hat. Aber wir dürfen uns erinnern
an den zögernden, verletzten, unentschlossenen Mann,
der gerade seinen Platz zu finden schien,

als wir davon aufwachten,
daß man unsere Stadt zerschoß.

Übersetzt von Hans-Henning Paetzke

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