Kuka oder Müll

posted by Béla Rásky on 2008/07/16 09:13

[ Urban Life ]

Wahrscheinlich ist es etymologisches Allgemeingut, für mich war es ein gewaltiges "Aha"-Erlebnis....

 

 Ein Müllauto ist da abgebildet in einer Jubiläumsbroschüre für den Austrofa-Bürgermeister der Gemeinde Wien, Richard Schmitz, und "System Kuka" steht darunter: In den dreißiger Jahren wurde in Wien ein neues Müllentsorgungssystem, offensichtlich mit den den damals neuen "Colonia"-kübeln und eben dem Kuka-System einer deutschen Firma eingeführt. 

"Kuka" - geht mir durch den Kopf - heisst doch Müll(eimer) im Ungarischen, man schmeisst - in Ungarn nicht immer, manchmal genügt ja auch der Ort, an dem man sich gerade befindet, so fern er nicht privat, sondern öffentlich ist - den Müll doch in eine "Kuka". Ich gehe dem internetmäßig nach, die Firma "Keller und Knappich Augsburg" inzwischen robotererzeugend auch in Ungarn ansässig, weiss von nichts, bringt nur noch ein Bild - aber der Eintrag im ungarischen Wikipedia und dort ein link zu einem Artikel von Adám Nádasdy in Magyar Narancs machen es klar: Tatsächlich das Wort Kuka kommt aus dem Deutschen...

Man lernt nie aus.


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Budapest

A picture from the heydays of liberal Budapest - when a whole (though short) underground line could be built within two years. And M1, the famous "Földalatti", Budapest's yellow line, still works. I have never seen this image of the construction on Andrássy before, so be full of admiration - and I am not telling your where it is from...

The M1-line so is a memento to both: a liberal mayor (for what Budapest was capable of) and the Siemens company, who more than a hundred years ago was capable of producing faultless underground trams (not like today's Combino crap...)

Budapest has – together with St. Petersburg and Vienna – one of the largest tramway networks of the world. The tramway type "UV" – standing for "Új villamos - New tramway" and pictured above – was designed in the early forties and is still a symbol for Hungary's once high-tech railway-carriage industry. With the arrival of the new low-floor-trams in spring 2006 – built by Siemens in Vienna and not too beautiful – this landmark of Budapest will vanish from the cityscape.
György Petri: Imre Nagy

Du warst unpersönlich wie die anderen bebrillten Führer
im Sakko, deine Stimme war nicht metallen,
denn du wußtest nicht, was du eigentlich sagen solltest,
so unvermittelt den vielen Versammelten. Gerade das Plötzliche
war ungewohnt für dich. Du alter Mann mit dem Zwicker,
ich hörte dich, ich war enttäuscht.
Ich wußte noch nichts

vom Betonhof, wo der Staatsanwalt
das Urteil gewiß heruntergeleiert hat,
ich wußte noch nichts von der groben Reibung des Stricks, von der letzten Schmach.

Wer will sagen, was sagbar gewesen wäre
von jenem Balkon aus, Möglichkeiten, unter Maschinengewehren
verfeuert, kehren nicht zurück. Gefängnis und Tod
wetzen die Schärfe des Augenblicks nicht aus,

wenn der eine Scharte bekommen hat. Aber wir dürfen uns erinnern
an den zögernden, verletzten, unentschlossenen Mann,
der gerade seinen Platz zu finden schien,

als wir davon aufwachten,
daß man unsere Stadt zerschoß.

Übersetzt von Hans-Henning Paetzke

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