Schreckenstage vorbei

posted by Katalin Teller on 2008/01/19 17:36

[ Urban Life ]

... denn das Café Eckermann im Gebäude des Goethe Instituts kann unter Mitarbeit des Initiators Wilhelm Droste trotz Nöten offen bleiben. EIne wahre Freude, denn hier lässt es sich nicht nur vorzüglichst Kaffee, Tee und Alkoholisches konsumieren, frühstücken, zu Mittag und Abend essen, Zeitungen durchstöbern etc., sondern die Lokalität bietet immer wieder Raum für spannende Veranstaltungen und temporäre Ausstellungen.

In den zukunftsträchtigen Plänen steht jetzt u.a. die Wiederbelebung der Sonntagsdiskussionsrunden, eine Ausweitung von Präsentationsforen, ein Neuansatz mit Matineeartigem für Kinder, ein spätabendlicher Filmklub und längere, musikgeladene Öffnungszeiten am Freitag und Samstag.

Eine lesbare Frucht der Eckermann'schen Aktivitäten findet sich auch auf Kakanien revisited: Das Wendezeiten-Interview mit Siegfried Mattl und Béla Rásky wurde nämlich im Hof des Hauses geführt.


Antworten

01 by ush at 2008/01/24 11:28 Bitte registrieren und/oder loggen Sie ein, um zu antworten
... unter drohend sich zusammenballenden Regenwolken, aber unbeirrt, in hübscher Nachdenkerpose und angeregter Unterhaltung interviewten wir dann schon alle einander. Schön, denn zum Schluss war nicht mehr ganz klar, wer welche Rolle einnimmt. Ganz nebenbei ist der Milchkaffee im Eckermann einfach Weltklasse. Das kann sonst ja leider nicht von jedem Budapester Café gesagt werden...
02 by PP at 2008/01/31 09:40 Bitte registrieren und/oder loggen Sie ein, um zu antworten
Wie man hört, hören muss, soll der neue Geschäftsführer (von einem der beiden Eigentümer, nicht WD, durchgedrückt) eher eine wandelnde - genauer: die Theke besetzende und eines konstruktiven Umgangs mit dem Personal nicht gerade sich befleißigende - Katastrophe sein. Möge dies nicht stimmen...

Budapest

A picture from the heydays of liberal Budapest - when a whole (though short) underground line could be built within two years. And M1, the famous "Földalatti", Budapest's yellow line, still works. I have never seen this image of the construction on Andrássy before, so be full of admiration - and I am not telling your where it is from...

The M1-line so is a memento to both: a liberal mayor (for what Budapest was capable of) and the Siemens company, who more than a hundred years ago was capable of producing faultless underground trams (not like today's Combino crap...)

Budapest has – together with St. Petersburg and Vienna – one of the largest tramway networks of the world. The tramway type "UV" – standing for "Új villamos - New tramway" and pictured above – was designed in the early forties and is still a symbol for Hungary's once high-tech railway-carriage industry. With the arrival of the new low-floor-trams in spring 2006 – built by Siemens in Vienna and not too beautiful – this landmark of Budapest will vanish from the cityscape.
György Petri: Imre Nagy

Du warst unpersönlich wie die anderen bebrillten Führer
im Sakko, deine Stimme war nicht metallen,
denn du wußtest nicht, was du eigentlich sagen solltest,
so unvermittelt den vielen Versammelten. Gerade das Plötzliche
war ungewohnt für dich. Du alter Mann mit dem Zwicker,
ich hörte dich, ich war enttäuscht.
Ich wußte noch nichts

vom Betonhof, wo der Staatsanwalt
das Urteil gewiß heruntergeleiert hat,
ich wußte noch nichts von der groben Reibung des Stricks, von der letzten Schmach.

Wer will sagen, was sagbar gewesen wäre
von jenem Balkon aus, Möglichkeiten, unter Maschinengewehren
verfeuert, kehren nicht zurück. Gefängnis und Tod
wetzen die Schärfe des Augenblicks nicht aus,

wenn der eine Scharte bekommen hat. Aber wir dürfen uns erinnern
an den zögernden, verletzten, unentschlossenen Mann,
der gerade seinen Platz zu finden schien,

als wir davon aufwachten,
daß man unsere Stadt zerschoß.

Übersetzt von Hans-Henning Paetzke

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