Kunstabteilung - Department of the Arts - Part 21

posted by Amalia Kerekes on 2007/03/10 16:15

[ Kunstabteilung - Department of the Arts ]

Wieder ein exterritorialer Hinweis, diesmal Berlin: Mit dem Titel Anna Lesznai, György Lukács, Béla Balázs und Freunde um die Jahrhundertwende in Budapest und Berlin findet am 13. März eine Tagung im Berliner Collegium Hungaricum statt, die einerseits mit einer Ausstellung aus den Werken der Malerin Lesznai, andererseits mit dem im Arsenal Verlag erschienenen Übersetzungsband aus den Märchen der Dichterin Lesznai verbunden ist.

Tagungsprogramm

13.00-14.00

Eszter Brigitta Gantner: Ungarisch-jüdische Identitätsstrategien um die Jahrhundertwende

György Fehéri: Lukács, Balázs, Lesznai und die jüdischen Wurzeln

14.15-16.15

Petra Török: An Ornamental Life

Judit Szilágyi: Zeitschmückung. Die Märchen von Anna Lesznai

16.30-17.30

Krisztina Passuth: Lajos Tihanyi in Berlin

Gergely Barki: Die Beziehung des Malers Róbert Berény zu Anna Lesznai

17.15-18.45

Lia Lindner: Volkskunst und kulturelles Gedächtnis im künstlerischen Werk von Anna Lesznai

Anna Borgos: "Your garden is full of flowers... " The Friendship of Anna Lesznai and Edit Gyömröi


Antworten

01 by PP at 2007/03/18 18:08 Bitte registrieren und/oder loggen Sie ein, um zu antworten

Wieder ein exterritorialer Hinweis, diesmal Berlin: Mit dem Titel Anna Lesznai, György Lukács, Béla Balázs und Freunde um die Jahrhundertwende in Budapest und Berlin findet am 13. März eine Tagung im Berliner Collegium Hungaricum statt, die einerseits mit einer Ausstellung aus den Werken der Malerin Lesznai, andererseits mit dem im Arsenal Verlag erschienenen Übersetzungsband aus den Märchen der Dichterin Lesznai verbunden ist.
Soeben auch einen entsprechenden Hinweis auf H|Soz|u|Kult gefunden. Leider scheinen bei dem an sich spannenden Programm einige nicht ganz unwichtige Personen wie bspw. Leo Popper zu fehlen.

Budapest

A picture from the heydays of liberal Budapest - when a whole (though short) underground line could be built within two years. And M1, the famous "Földalatti", Budapest's yellow line, still works. I have never seen this image of the construction on Andrássy before, so be full of admiration - and I am not telling your where it is from...

The M1-line so is a memento to both: a liberal mayor (for what Budapest was capable of) and the Siemens company, who more than a hundred years ago was capable of producing faultless underground trams (not like today's Combino crap...)

Budapest has – together with St. Petersburg and Vienna – one of the largest tramway networks of the world. The tramway type "UV" – standing for "Új villamos - New tramway" and pictured above – was designed in the early forties and is still a symbol for Hungary's once high-tech railway-carriage industry. With the arrival of the new low-floor-trams in spring 2006 – built by Siemens in Vienna and not too beautiful – this landmark of Budapest will vanish from the cityscape.
György Petri: Imre Nagy

Du warst unpersönlich wie die anderen bebrillten Führer
im Sakko, deine Stimme war nicht metallen,
denn du wußtest nicht, was du eigentlich sagen solltest,
so unvermittelt den vielen Versammelten. Gerade das Plötzliche
war ungewohnt für dich. Du alter Mann mit dem Zwicker,
ich hörte dich, ich war enttäuscht.
Ich wußte noch nichts

vom Betonhof, wo der Staatsanwalt
das Urteil gewiß heruntergeleiert hat,
ich wußte noch nichts von der groben Reibung des Stricks, von der letzten Schmach.

Wer will sagen, was sagbar gewesen wäre
von jenem Balkon aus, Möglichkeiten, unter Maschinengewehren
verfeuert, kehren nicht zurück. Gefängnis und Tod
wetzen die Schärfe des Augenblicks nicht aus,

wenn der eine Scharte bekommen hat. Aber wir dürfen uns erinnern
an den zögernden, verletzten, unentschlossenen Mann,
der gerade seinen Platz zu finden schien,

als wir davon aufwachten,
daß man unsere Stadt zerschoß.

Übersetzt von Hans-Henning Paetzke

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