Kunstabteilung - Department of the Arts - Part 17

posted by Amalia Kerekes on 2007/02/01 16:36

[ Kunstabteilung - Department of the Arts ]

Mit dem Titel KOKSZ in Wien. Karikatur und Satire aus Ungarn wird heute im Wiener Collegium Hungaricum eine Karikaturausstellung aus den Arbeiten von László Árvay, Iván Bojcsuk, Makina, László Fenekovács, Líviusz Gyulai, Géza Halász, László Jelenszky, Tibor Kaján, György Kemény, Ferenc Sajdik, Pál Szalay, Gábor Szerényi, Béla Tettamanti und Zsófi Varga eröffnet.

Aus der Ankündigung: KOKSZ - ein Mosaikwort aus den Anfangsbuchstaben von KOrtárs (Zeitgenössische), Karikatúra (Karikatur) und SZatíra (Satire) - ist der Name einer Gruppe Budapester bildender Künstler. Das Wort KOKSZ hat aber auch an sich eine Bedeutung. Es heißt dasselbe wie der deutsche Koks: Kohle mit hohem Kalorienwert (die sich nur in einigen "vernachlässigbaren" Details vom Diamanten unterscheidet)…

Die Werkstatt KOKSZ, die im Frühling 2002 gegründet wurde, ist "offiziell" die Abteilung für satirische bildende Kunst des Verbands ungarischer bildender und angewandter Künstler. Inoffiziell - und warum sollten gerade die Mitglieder einer satirischen Gruppe offiziell sein? - ist sie eine Art geistige Werkstätte, eine Freundschafts- und - da sie ihre "offiziellen Sitzungen" in der Regel in Innenstadtlokalen, Wirtshäusern und Bierstuben abhält - Tischgemeinschaft.

Unter den Mitgliedern gibt es Pressekarikaturisten, Illustratoren, Maler, Bildhauer, angewandte Grafiker und Webgrafiker, und da die meisten von ihnen "mehrere Instrumente beherrschen", vertreten sie deutlich mehr Kunstsparten, Techniken und Tendenzen als ihre Anzahl. Das älteste Mitglied der Gruppe, der immer noch aktive Doyen der ungarischen Pressekarikatur, ist 86 Jahre als, das jüngste Mitglied 26.

Zur Gründung dieser Künstlergruppe trugen mehrere Aspekte bei: vor allem die Erkenntnis, dass die Bildsatire wesentlich vielfältiger, komplexer und freier ist, als jenes Fragment, das in die Publizistik integriert wurde und umgangssprachlich als Karikatur bezeichnet wird. Es wurde offensichtlich, dass die Karikatur nicht nur eine publizistische Gattung ist, sondern eine Ausdrucksweise, die in zahlreichen Kunstsparten präsent ist und damit einen organischen Teil der zeitgenössischen Kunst bildet. Daraus ergab sich das gemeinsame Interesse, den tatsächlichen Wert der ungarischen Karikatur und Bildsatire in Ausstellungen in Ungarn und dem Ausland zu präsentieren. Die Werkstätte KOKSZ vertrat die zeitgenössische ungarische Karikatur und Bildsatire in den vergangenen Jahren bei zahlreichen Ausstellungen in Ungarn und bei einer größeren Schau in Rom.

In Wien werden ihre Arbeiten vom 2. Februar bis 2. März 2007 in der Galerie UngArt (Collegium Hungaricum, 1020 Wien, Hollandstraße 4), Mo 10.00-19.00, Di, Mi, Do 10.00-18.00 und Fr 10.00-14.00 Uhr gezeigt.


Antworten

Budapest

A picture from the heydays of liberal Budapest - when a whole (though short) underground line could be built within two years. And M1, the famous "Földalatti", Budapest's yellow line, still works. I have never seen this image of the construction on Andrássy before, so be full of admiration - and I am not telling your where it is from...

The M1-line so is a memento to both: a liberal mayor (for what Budapest was capable of) and the Siemens company, who more than a hundred years ago was capable of producing faultless underground trams (not like today's Combino crap...)

Budapest has – together with St. Petersburg and Vienna – one of the largest tramway networks of the world. The tramway type "UV" – standing for "Új villamos - New tramway" and pictured above – was designed in the early forties and is still a symbol for Hungary's once high-tech railway-carriage industry. With the arrival of the new low-floor-trams in spring 2006 – built by Siemens in Vienna and not too beautiful – this landmark of Budapest will vanish from the cityscape.
György Petri: Imre Nagy

Du warst unpersönlich wie die anderen bebrillten Führer
im Sakko, deine Stimme war nicht metallen,
denn du wußtest nicht, was du eigentlich sagen solltest,
so unvermittelt den vielen Versammelten. Gerade das Plötzliche
war ungewohnt für dich. Du alter Mann mit dem Zwicker,
ich hörte dich, ich war enttäuscht.
Ich wußte noch nichts

vom Betonhof, wo der Staatsanwalt
das Urteil gewiß heruntergeleiert hat,
ich wußte noch nichts von der groben Reibung des Stricks, von der letzten Schmach.

Wer will sagen, was sagbar gewesen wäre
von jenem Balkon aus, Möglichkeiten, unter Maschinengewehren
verfeuert, kehren nicht zurück. Gefängnis und Tod
wetzen die Schärfe des Augenblicks nicht aus,

wenn der eine Scharte bekommen hat. Aber wir dürfen uns erinnern
an den zögernden, verletzten, unentschlossenen Mann,
der gerade seinen Platz zu finden schien,

als wir davon aufwachten,
daß man unsere Stadt zerschoß.

Übersetzt von Hans-Henning Paetzke

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