History - and what goes with it - Part 16

posted by Amalia Kerekes on 2007/05/12 17:30

[ History - and what goes with it ]

A látható felfoghatatlan (Das sichtbare Unfassbare) oder The visible Part ist der Titel der zwei extreme Perspektiven zusammenführenden temporären Ausstellung über das Konzentrationslager Mauthausen im Budapester Holocaust-Dokumentationszentrum, die bis zum 8. Juli geöffnet ist.

Die im Auftrag des österreichischen Ministeriums für Inneres organisierte Ausstellung aus Fotografien, die teils vom sog. Erkennungsdienst der SS, teils nach der Befreiung des KZ von den Amerikanern gemacht wurden und in den Prozessen als Beweismaterial fungierten, besticht vor allem durch eine Art Kontinuität, die einerseits die Mechanismen des Nachweisens des KZ als Arbeitslager erkennen lässt, andererseits in chronologischer Abfolge die ersten Wochen der Freiheit, die rasch in Angriff genommene kulturelle und politische Organisation dokumentiert. Die etwa 450 Aufnahmen, deren eine Hälfte von den im administrativen Dienst tätigen Lagerinsassen versteckt wurde, kontrastieren fotografische Gattungen, lassen nebeneinander die Selbststilisierung der SS mit einer Tendenz zum Ansichtskartenkitsch und den Präzisionswahn bei der Dokumentation "unnatürlicher Todesfälle" aufscheinen und bieten durch die Kräftigkeit und Vitalität frappierende Einblicke in die ersten Tage des Überlebens, als das Lagerorchester Beethovens Egmont spielte und es zur ersten politischen Demonstration kam.


Antworten

Budapest

A picture from the heydays of liberal Budapest - when a whole (though short) underground line could be built within two years. And M1, the famous "Földalatti", Budapest's yellow line, still works. I have never seen this image of the construction on Andrássy before, so be full of admiration - and I am not telling your where it is from...

The M1-line so is a memento to both: a liberal mayor (for what Budapest was capable of) and the Siemens company, who more than a hundred years ago was capable of producing faultless underground trams (not like today's Combino crap...)

Budapest has – together with St. Petersburg and Vienna – one of the largest tramway networks of the world. The tramway type "UV" – standing for "Új villamos - New tramway" and pictured above – was designed in the early forties and is still a symbol for Hungary's once high-tech railway-carriage industry. With the arrival of the new low-floor-trams in spring 2006 – built by Siemens in Vienna and not too beautiful – this landmark of Budapest will vanish from the cityscape.
György Petri: Imre Nagy

Du warst unpersönlich wie die anderen bebrillten Führer
im Sakko, deine Stimme war nicht metallen,
denn du wußtest nicht, was du eigentlich sagen solltest,
so unvermittelt den vielen Versammelten. Gerade das Plötzliche
war ungewohnt für dich. Du alter Mann mit dem Zwicker,
ich hörte dich, ich war enttäuscht.
Ich wußte noch nichts

vom Betonhof, wo der Staatsanwalt
das Urteil gewiß heruntergeleiert hat,
ich wußte noch nichts von der groben Reibung des Stricks, von der letzten Schmach.

Wer will sagen, was sagbar gewesen wäre
von jenem Balkon aus, Möglichkeiten, unter Maschinengewehren
verfeuert, kehren nicht zurück. Gefängnis und Tod
wetzen die Schärfe des Augenblicks nicht aus,

wenn der eine Scharte bekommen hat. Aber wir dürfen uns erinnern
an den zögernden, verletzten, unentschlossenen Mann,
der gerade seinen Platz zu finden schien,

als wir davon aufwachten,
daß man unsere Stadt zerschoß.

Übersetzt von Hans-Henning Paetzke

> RSS Feed RSS 2.0 feed for Kakanien Revisited Blog Budapest

Calendar

Links