Urban Life - Part 3

posted by viktor on 2005/07/21 15:07

[ Urban Life ]

Artkino Programm - Geld für Programmkinos
Bei meinem letzten Besuch in einem Multiplex Kino mit einer guten Freundin wurden wir gefragt, ob wir denn in der letzten Reihe einen Platz möchten, oder irgendwo in der Mitte. Die Frage war nett gestellt, vielleicht auch schon zu intim, zumindest hatte ich dieses Gefühl für einen kurzen Moment. Erst beim Verlassen des Vorführsaales nach dem Film wurde uns klar: die hintere Reihe besteht aus Doppelsitzten, auf denen man sich jobb hijän zu zweit in halbintime Bequemlichkeit wiegen kann. Dies ist ein altes neues Feature. Ich kann mich noch an meine Gymnasiastenzeit erinnern, wo es im Bástya Kino hinten richtige Theaterlogen gab, nur ob es auch Vorhänge hatte, das kann ich nicht mehr in meine Erinnerung rufen. Bástya gibt es seit langem nicht, aber doch eine beträchtliche Anzahl von Kinos der ‚Art’-Kette, welche letztes Jahr es geschafft hat 8-10% der 13,6 Millionen ungarischen Kinogänger zu sich zu locken. Die Artkette besteht aus größeren und kleineren Programmkinos, und wird – vielleicht auch schon wegen der oben genannten Besucherzahl – als alternativ bezeichnet. In 2003 wurde ein dreijähriges Artkinoprogramm mit 500 Millionen Forint (mehr als 800 Tausend Euro) gestartet. Die Unterstützungen sollen diese Kinos, welche als Hauptforum der heimischen und europäischen Filme dienen, gegen die Konkurrenz der Multiplex Kinos resistent machen.

Dieses Jahr wurden die Unterstützungsgelder unter 20 Artkinos verteilt, davon 4 in der Hauptstadt. Die größte Summe ging and die Savaria in Szombathely mit 24 Mill. Forint (ca. 97.000 EUR). In Budapest stand das Müvész Kino mit 12,5 Millionen (ca. 50.000 EUR) an erster Stelle. Größere Unterstützungen gab es auch noch für das Tisza in Szolnok, P’Art in Szentendre, Urania in Pécs, Hrabal in Györ, und der Belvárosi Art in Szeged.

Antworten

Budapest

A picture from the heydays of liberal Budapest - when a whole (though short) underground line could be built within two years. And M1, the famous "Földalatti", Budapest's yellow line, still works. I have never seen this image of the construction on Andrássy before, so be full of admiration - and I am not telling your where it is from...

The M1-line so is a memento to both: a liberal mayor (for what Budapest was capable of) and the Siemens company, who more than a hundred years ago was capable of producing faultless underground trams (not like today's Combino crap...)

Budapest has – together with St. Petersburg and Vienna – one of the largest tramway networks of the world. The tramway type "UV" – standing for "Új villamos - New tramway" and pictured above – was designed in the early forties and is still a symbol for Hungary's once high-tech railway-carriage industry. With the arrival of the new low-floor-trams in spring 2006 – built by Siemens in Vienna and not too beautiful – this landmark of Budapest will vanish from the cityscape.
György Petri: Imre Nagy

Du warst unpersönlich wie die anderen bebrillten Führer
im Sakko, deine Stimme war nicht metallen,
denn du wußtest nicht, was du eigentlich sagen solltest,
so unvermittelt den vielen Versammelten. Gerade das Plötzliche
war ungewohnt für dich. Du alter Mann mit dem Zwicker,
ich hörte dich, ich war enttäuscht.
Ich wußte noch nichts

vom Betonhof, wo der Staatsanwalt
das Urteil gewiß heruntergeleiert hat,
ich wußte noch nichts von der groben Reibung des Stricks, von der letzten Schmach.

Wer will sagen, was sagbar gewesen wäre
von jenem Balkon aus, Möglichkeiten, unter Maschinengewehren
verfeuert, kehren nicht zurück. Gefängnis und Tod
wetzen die Schärfe des Augenblicks nicht aus,

wenn der eine Scharte bekommen hat. Aber wir dürfen uns erinnern
an den zögernden, verletzten, unentschlossenen Mann,
der gerade seinen Platz zu finden schien,

als wir davon aufwachten,
daß man unsere Stadt zerschoß.

Übersetzt von Hans-Henning Paetzke

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