Postings mit Schlagwort "Film" (8)

 Nicht loswerden, sondern zwakeln 

posted by PP 8 years ago

In der aktuellen Zeit (Nr. 51 v. 11. Dezember) findet sich auf p. 61f. eine Rezension Eva Geulens, diese bespricht unter dem Titel Eine große Zwakelei versiert den Band

Theodor W. Adorno, Siegfried Kracauer: "Der Riß der Welt geht auch durch mich". Briefwechsel 1923-1966. Frankfurt/M.: Suhrkamp 2008, 771 pp.

 

Eines der großen Themen ist dabei klar, zu eindeutig sind die thematischen Gewichtungen und Beobachtungsschwerpunkte hinsichtlich der Erscheinungen der Moderne: radikale Avantgarde und Kunst vs. Erscheinungen der Massenkultur wie Film wäre eine der hier möglich erscheinenden Zuspitzungen. Wie und dass Kracauer hinsichtlich Massenmedien und Kulturindustrie einen deutlich anderen Zugang als Adorno pflegte, offener und engagierter sich dieser Themen annahm, sorgte für ausreichend Zündstoff. Daraus ergab sich eine ausgesprochen offen ausgetragene Kontroverse, auf Basis derselben Kracauer bereits 1926 - ironisch oder zynisch oder sarkastisch: das wäre noch zu entscheiden - festhielt: “Loswerden wir uns vermutlich leider nicht“.

 Die Kakanisierung der Welt 

posted by PP 9 years ago

Gastbeiträge gab es h.o. dankenswerterweise schon mehrere, diesmal erreichte uns einer von Stephan Kurz, der eigentlich den Titel Evening's Civil Twilight in Empires of Tin. Fantastische Auslassungen Jem Cohens bei der Viennale tragen sollte. Worum es geht?

In 2007, the Viennale invited filmmaker Jem Cohen to create an evening of film with live musical accompaniment. Inspired by novels of Joseph Roth, Cohen chose to explore parallels between the decline of the Austro-Hungarian empire and modern-day U.S.A.

It’s as simple as this: Regisseur Jem Cohen hat Joseph Roths Radetzkymarsch und Die Kapuzinergruft gelesen, die nachgetragenen Vermächtnisse einer Epoche teils anhand von Archivfotos, teils anhand von selbst gedrehtem 16mm-Material in Wien, in Schlesien und anderswo nachempfunden ­ und die Nachempfindbarkeit und das Nachempfundenhaben nimmt man ihm ohne Probleme ab! Beginnend mit ...

 Fingerprints 

posted by PP 9 years ago

Silvia Horváth hat im KinEast-Weblog bereits Ende August darauf hingewiesen: Der österreichische TV-Sender Okto (eigentlich ein Sender der Wiener Community, ab Montag auch über Wiens Stadtgrenzen hinaus empfangbar) zeigt ab kommendem Montag, 15. September, die 24-teilige Nachkriegs-Dokumentationsreihe Otisci/Fingerprints. Es geht um die gelungene Umsetzung einer nur auf den ersten Blick ganz simplen Idee: 24 bosnische Städte Bosniens, der Republika Srpska und der Herzegowina werden vorgestellt, ihre Einwohner werden interviewt. Im Standard gibt es einen Vorbericht - die Dokumentation läuft ab nun jeden Montag, jeweils um22.05 Uhr. Große Empfehlung!

 Film | Cinema - Part 20 

posted by PP 10 years ago

Und noch etwas im Zusammenhang mit Tschechien, diesmal als Vorschau:
Cinefest wird von 17. – 25.11.2007 in Hamburg (Gästehaus der Universität, Metropolis-Kino) den filmhistorischen Kongress

Film im Herzen Europas. Deutsch-tschechische Filmbeziehungen im 20. Jahrhundert

veranstalten. Star-Karrieren beiderseits der Grenzen, Produktionsstrukturen und die Motivgeschichte des Films zwischen Berlin, Wien und Prag
von den 1910er Jahren bis zur Gegenwart sollen beleuchtet werden.
 

 Film | Cinema - Part 15 

posted by PP 10 years ago
Menschen kennen bedeutet noch wenig, das Wesentliche ist, in menschliche Beziehungen hineinzuschauen. Auch diese heucheln, verstellen, verschließen sich bis zur Undurchdringlichkeit. Und du kennst auch den einzelnen erst ganz, wenn du ihn in seinen vielfältigen Beziehungen zu sehen vermagst.

Arthur Schnitzler ging nicht nur gern und oft ins Kino (er sah wohl an die 1.500 Filme zwischen ca. 1904 und 1931), er sprach auch darüber, hatte Theoretisches dazu zu sagen, stellte Ansprüche; Eigenes schrieb er um, entwarf Drehbücher, griff in die Filmarbeit ein. In seinen Romanen, Novellen, Erzählungen, Aphorismen, den Briefen und Tagebüchern finden ununterbrochen Übergänge statt, kulturelle Passagen
von der literarischen Vorstellungswelt zur Welt der bewegten Bilder. Schnitzler sehen, Schnitzler lesen geht in eins - und ist ohne Übertreibung hochaktuell. Die Autorinnen, die Autoren
von

T. Ballhausen/B. Eichinger/K. Moser/F. Stern (Hg.): Die Tatsachen der Seele. Arthur Schnitzler und der Film. Wien: Filmarchiv Austria 2006, 360 pp.
[ISBN 10 3-902531-13-4 bzw. 13 978-3-902531-13-1]

ziehen denn auch keine abschließende kulturelle Bilanz: Ihre Auseinandersetzungen mit den unterschiedlichsten Kino- und Fernsehästhetiken, ihre
Forschungen in Sachen Arthur Schnitzler und der Film sind Zwischenschritte auf dem Wegins Freie und in Das weite Land unserer Moderne.
 

 Cultural Studies - Part 15 

posted by PP 11 years ago

Die Emmy Noether Forschungsgruppe Kulturgeschichte des Menschenversuchs (Informationen dazu hier wie da) hat ein Exposé zu dem geplanten Sammelband Dr. Münsterberg and Mr. Hyde. Zur Kinematographie des Menschenexperiments in Umlauf gebracht. Die Deadline für Einreichungen ist der 30.06.2006; zentrale These ist, ...

 Medien | Media - Part 11 

posted by PP 12 years ago

Wie kürzlich angekündigt einige fortsetzende Bemerkungen zu den Panoramen, deren Bedeutung - ob nun Rund- oder Guckkastenpanorama (letztere mit Stereoskopien arbeitend) für eine Geschichte der Wahrnehmungsentwicklung kaum unterschätzt werden kann. Hinzu kommt auch noch eine andere spannende Komponente, nämlich das Comeback dieser Einrichtungen zu einem Zeitpunkt, als sie medientechnisch und hinsichtlich Publikumszuspruch bestenfalls als antiquiert durchgehen konnten.
 

 Medien | Media - Part 9 

posted by PP 12 years ago

Ohne um die jeweiligen Vorgängermedien, ihre Funktionsweise, Geschichte - und die durch sie ausgelösten Änderungen der Wahrnehmung - Bescheid zu wissen, dürfte es (ganz freundlich formuliert) ein klein wenig schwierig sein, aktuelle Medientheorie mit Mehrwert zu produzieren. Und ob man dem also vorauszusetzenden Bedürfnis bspw. in Ópusztaszer (Nähe Szeged; Dauerausstellung) nachgeht und sich das dort erhaltene Rundpanorama von 1895 ansieht (dazu ein andermal mehr!) oder die nunmehr in Wien (im WestLicht) temporär gebotene, wunderbare Schau Kaiserpanorama besucht, ist allein eine Frage der Zeiteinteilung.
 

Senior Editor

Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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