Literatur | -e - Part 46

posted by PP on 2006/12/21 11:31

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Kurz ein Hinweis auf zwei allemal den Besuch lohnende - und im Jänner anstehende - Veranstaltungen des Wiener Literaturquartiers Alte Schmiede:

  • RICHARD SWARTZ (Stockholm – dzt. Berlin) liest am 09.01.2007 (19.00 Uhr) unter dem Titel Europäische Verbindungslinien: Nord – Ost – Mitte aus seinem Band "Adressbuch. Geschichten aus dem finsteren Herzen Europas" (übers. v. Verena Reichel; Hanser 2005)
  • JANKO FERK (Klagenfurt) trägt am 22.01.2007 (19.00 Uhr) zu seinem Buch "Recht ist ein Prozess. Über Kafkas Rechtsphilosophie" (Edition Atelier, 2006) die hauptsächlichen Argumenten und Perspektiven vor und ist anschließend im Gespräch mit Peter Rosei

Beide Veranstaltungen finden im Literaturquartier statt (Schönlaterngasse 9; A-1010 Wien).

Richard Swartz, *1945 in Stockholm; Studium in Prag, danach Osteuropa-Korrespondent des Svenska Dagbladet, lebt u.a. in Berlin, Sovinjak (Istrien), Stockholm, Wien, derzeit hauptsächlich in Berlin. Buchpublikationen: Zwiesprache. Vier Tage im Jahr 1989, Essay (zus. mit Péter Nádas), 1994; Roomservice. Geschichten aus Europas Nahem Osten (1996); Ein Haus in Istrien, Roman (2001).
Karl-Markus Gauß schrieb in seiner Rezension für den "Falter" über Swartz' "Adressbuch":

Wo schlägt das "finstere Herz Europas"? Die sieben Geschichten spielen in Prag, in Siebenbürgen und in Österreich - in Wien, und zwar in der Vegagasse im 19. Bezirk, und in einem namenlosen Ort im Mühlviertel, an der tschechischen Grenze. Fast überflüssig zu sagen, dass der Schwede Richard Swartz natürlich ein österreichischer Patriot ist und er, auch wenn er Wien und das Mühlviertel zum finsteren Herzen Europas macht, keinen schwarzen Kitsch der Österreich-Verdammung betreibt [...]. Von den meisten seiner erfolgreichen österreichischen Kollegen unterscheidet er sich dadurch, dass er von den Menschen mit Zuneigung und Distanz zugleich zu erzählen weiß und sie nicht zu verdammen braucht, um sie zu kritisieren.

 

Janko Ferk, *1958 in Unterburg, Kärnten. Richter des Landesgerichts Klagenfurt, Schriftsteller, Übersetzer, Rezensent, Lehrbeauftragter für Philosophie an der Universität Klagenfurt, lebt in Ludmannsdorf/ Bilčovs. Ferk schreibt deutsch und slowenisch, zuletzt erschienen Psalmen und Zyklen. Gedichte (2001); Gutgeheißenes und Quergeschriebenes. Essays (2003); Kafka und andere verdammt gute Schriftsteller. Essays (2005).
In seinem Vortrag wird er Kafkas "Prozess" sowohl von der juridischen Position der österreichischen Rechtssprechung in der Monarchie als auch skeptisch hinsichtlich deren Verschlungenheit zu Macht und Politik analysieren. Gerade dadurch lässt sich ferk zufolge aufzeigen, dass Kafkas Skepsis und metaphorische Darstellung weit über die Zeit der Monarchie hinausreicht und auch in der Gegenwart denkbar bleibt.

Peter Rosei, *1946 in Wien, Studium der Rechte in Wien, seit 1972 freier Schriftsteller. Zuletzt erschienen: Wien. Metropolis. Roman (2005); Die sog. Unsterblichkeit. Kleine Schriften (2006).


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Senior Editor

Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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