Call for Papers | Applications - Part 91

posted by PP on 2006/12/19 16:30

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Aus Anlass des 150jährigen Institutsjubiläums veranstaltet das Rostocker Institut für Germanistik eine wissenschaftsgeschichtliche Tagung zur

Germanistik in der DDR (13.–16. Mai 2008; Rostock)

Die Tagung verfolgt das Ziel, die in jüngerer Zeit vorgelegten Arbeiten zur Geschichte des Faches in der DDR zu bündeln und einen Vergleich von Untersuchungen zu unterschiedlichen Universitätsstandorten im kultursoziologischen Feld von Wissenschaft und Öffentlichkeit zu ermöglichen. Dabei sollen Forschungsschwerpunkte, Bildungskonzepte und Ausbildungssysteme vergleichend dokumentiert und analysiert werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Alltagsgeschichte des Lebens, Lernens und Lehrens an germanistischen Institutionen. Von zentraler Bedeutung sind daher auch Referate von Zeitzeugen (Studierende und Lehrende).

Das Thema der Tagung ist bewusst offen gehalten für zahlreiche Arbeitsfelder und Fragestellungen. Die Vorgeschichte germanistischer Institute der DDR soll ebenso beleuchtet werden können wie die folgenden Jahrzehnte; ein besonderer Schwerpunkt soll aber auch auf den Prozessen und Auswirkungen vor, während und nach der Evaluation der Institute 1989/90 liegen. Dokumentationen von Archivmaterialien, Auswertungen von Zeitzeugenbefragungen und kultursoziologische, institutionen-, methoden- sowie alltagsgeschichtliche Studien sind gleichermaßen erwünscht.

Die folgenden Stichworte sollen zusätzliche Anregungen für Akzentsetzungen geben:

  • Forschungsgeschichte / Methodengeschichte: Fallgeschichten von Einzelpersonen als Schnittpunkte und Faktoren im Kräftefeld des Wissenschafts- und Bildungsbetriebs sowie der öffentlichen Kultur der DDR; die Geschichte wissenschaftlicher Projekte und wissenschaftlicher Einzelleistungen; Methodenentwicklung und Methodentransfer in Sprach- und Literaturwissenschaft im internationalen Vergleich; Spielräume des Handelns (einzelner und des Instituts) und Einflussnahme des Staates
  • Institutionengeschichte: Die Stellung der Germanistik im Fächerspektrum der Universität; Ausdifferenzierung des Faches in seine einzelnen Teilbereiche; Vergleich der Teildisziplinen: Sprach- und Literaturwissenschaft, Mediävistik, Niederdeutsch, Fachdidaktik, Deutsch als Fremdsprache, Medienwissenschaft; das Verhältnis der universitären Institute zu den Instituten für Lehrerbildung und den Pädagogischen Hochschulen sowie zur Akademie der Wissenschaften; Interferenzen zwischen verschiedenen Institutionen: Institutspartnerschaften innerhalb der DDR, außerhalb der DDR
  • Ausbildungsgeschichte: Lehrplanentwicklung und Strukturreformen in der Universitätsgeschichte der DDR und die Auswirkungen auf die Germanistik; Geschichte der Lehrformen und Gegenstände des wissenschaftlichen Unterrichts; Organisationsformen des Studiums; Prüfungsbedingungen und Abschlussstatistiken
  • Alltagsgeschichte: Studienalltag: Leben, Lernen und Lehren am Institut; kulturelle und politische Aktivitäten von Lehrenden und Studierenden; Germanistik und Öffentlichkeit; Kooperationen mit anderen Kultureinrichtungen; Auslandskontakte

 

Die Vorträge sollen den Umfang von 30 Minuten nicht überschreiten; ein Exposé (1 Seite) mit Vortragstitel bitte bis zum 15.03.2007 senden an

Prof. Dr. Franz-Josef Holznagel / Dr. Jan Cölln
Universität Rostock
Philosophische Fakultät
Institut für Germanistik
August-Bebel-Str. 28
D-18055 Rostock

 


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Senior Editor

Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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