Veranstaltungen | Events - Part 15

posted by PP on 2005/03/03 11:32

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Noch bis 28.03.2005 läuft im Künstlerhaus in Wien die Ausstellung Alt-Wien - die Stadt, die niemals war", für deren Besuch hiermit eine - naturgemäß höchst subjektive - Empfehlung ausgesprochen sei. Und keineswegs zufällig gibt es Mitte März (genauer: 17./18. März 2005) als zusätzliche wissenschaftliche Perspektivierung einen Workshop der Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und des für die Ausstellung zuständigen Wien Museums:
ALT_NEU_WIEN. Ein Spannungsfeld der Konstruktion urbaner Identitäten.
Der Standard nannte die Ausstellung eine "Umfassende Schau der sentimentalen Verrückungen" und fuhr fort:
Es ist eine umfassende Schau der sentimentalen Verrückungen und historischen Richtigstellungen, die derzeit vom Wien Museum im Künstlerhaus präsentiert wird.

das Künstlerhaus selbst vermeldet:

Der Mythos "Alt-Wien" besagt, dass die Stadt ihr besonderes Flair aus der Vergangenheit bezieht. Wien etablierte sich als eine Art Weltmetropole des Rückblicks – und fährt nicht schlecht mit diesem Image. Die Ausstellung zeichnet unter dem Aspekt "Alt gegen Neu" 200 Jahre Stadtgeschichte nach, berichtet von Konflikten zwischen "Demolierern" und "Bewahrern" und untersucht die Stereotypen der ewigen Wien-Nostalgie.
Der Untertitel der Ausstellung weist auf ein Paradox hin, das nicht aus der Welt zu schaffen ist, egal wie stark die Sehnsucht nach der "guten, alten Zeit" auch sein mag. Jede imaginierte Vergangenheit, also auch das "verklungene" Wien voller Gemüt und "heiterer Zufriedenheit", kann nur eine nachträgliche Projektion sein, die sich aus den jeweils gegenwärtigen Gefühls- und Interesselagen speist.

Der wissenschaftliche Workshop findet nun im sog. Ranftlzimmer des Künstlerhauses statt (1010 Wien, Karlsplatz 5), das Programm soll sich wie folgt gestalten:

DONNERSTAG, 17.3.2005 (Moderation: Monika Sommer)

  • 13.00: Hubert Christian Ehalt, Moritz Csáky, Wolfgang Kos - Begrüßung
  • 13.30-14.30: Wolfgang Kos / Christian Rapp - Rundgang durch die Ausstellung „Alt-Wien. Die Stadt die niemals war“
  • 14.30-14.45: Kaffeepause
  • 14.45-15.45: Bernhard Tschofen (Tübingen) - Reflexionen zur Ausstellung „Alt-Wien. Die Stadt, die niemals war“
  • 15.45-16.00: Kaffeepause
  • 16.00-17.00: Robert Hoffmann (Salzburg) - Zum Mythos Barockstadt Salzburg
  • 17.00-18.00: Ulrike Spring (Wien) - Alt-Oslo: under construction; Nadja Wimberger-Rapp (Wien) - "Während man noch redet, verändert sich Paris..."

FREITAG, 18.3.2005 (Moderationen: Elke Doppler u. Heidemarie Uhl)

  • 9.00-10.00: Rolf Lindner (Berlin) - Die kumulative Textur urbaner Repräsentationen
  • 10.00-10.30: Kaffeepause
  • 10.30-11.30: Elisabeth Großegger (Wien) - Konstruktion von Alt-Wien auf der Bühne
  • 11.30-12.30: Felicitas Heimann-Jelinek (Wien) - Zur Frage des Einschreibens jüdischer Geschichte in städtische Identitäten
  • 12.30-14.00: Mittagspause
  • 14.00-15.00: Sandor Békési (Wien) - Die Erfindung von „Alt-Wien“ im Vormärz oder Stadterzählungen zwischen Pro- und Retrospektive
  • 15.00-16.00: Arnold Klaffenböck (Salzburg) - "In jedem Winkel blüht hier ein Roman." Konstruktionen von Alt-Neu-Wien in der Literatur zwischen 1900 und 1938
  • 16.00-16.30: Kaffeepause
  • 16.30-17.30 : Irene Nierhaus (Bremen) - "Die Stadt, die immer schon so ist." Mythenstrukturen im Vergleich, Rom zum Beispiel

Konzeption der und Information zu dem Workshop:
Monika Sommer, Wien Museum
Heidemarie Uhl, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte

http://www.kakanien.ac.at/static/files/30523/Alt_Wien_Ludwig_Gutmann.jpg


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Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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