Postings mit Schlagwort "Holzer" (3)

 Expeditionen des Blicks an die Ränder 

posted by PP 10 years ago
Ein durchwegs kluger wie genauer Text von Anton Holzer (Fotohistoriker, Kurator und als Publizist "nebenbei" auch noch Herausgeber der Fotogeschichte) - erschienen am Wochenende (11./12.07.2009) in der NZZ (p.29) - ist hervorzuheben: Exotik des Fremden. Holzer zeichnet darin die Geschichte der "Zigeuner"-Fotografie von ihren Anfängen Mitte des 19. Jahrhunderts her nach, stellt Fragen nach (und gibt Antworten hinsichtlich) Bildwelten und Kolonialismus des Blicks, Motiven, typischen Szenerien, gestellten Aufnahmen, Herkunft der FotografInnen, Exotismus und "Volkskunde" in ihren unterschiedlichen Ausprägungen.

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 k.u.k. gegen Šabac 

posted by PP 11 years ago

Vor kurzem gab es h.o. den Hinweis auf Anton Holzers neueste Publikation "Das Lächeln der Henker" sowie die diesbezügliche Buchpräsentation am 25. September zu lesen. Nun ist überdies auf einen Beitrag Holzers für das Spectrum der Presse am letzten Wochenende zu verweisen: "Mit allen Mitteln". Es geht um ein Massaker im August 1914, in Nordserbien, in und um den Ort Šabac.

 Das Lächeln der Henker 

posted by PP 11 years ago

In diesem Herbst jährt sich zum 90. Mal das Ende des Ersten Weltkriegs. Und immer noch ist über die Kriegsverbrechen der Habsburger-Monarchie und ihrer Repräsentanten wenig bekannt. Tausende unschuldiger Zivilisten wurden während des Krieges im Osten und Südosten der k.u.k. Monarchie als angebliche "Spione" am Galgen hingerichtet, Hunderttausende ins Hinterland deportiert. Anton Holzer rekonstruiert nun in seinem neuen Buch

Anton Holzer: Das Lächeln der Henker. Der unbekannte Krieg gegen die Zivilbevölkerung 1914-1918. Darmstadt: Primus 2008

anhand von bisher unveröffentlichtem Fotomaterial ein immer wieder gerne verdrängtes Kapitel der österreichischen Geschichte: die Hinrichtungen, Massaker und Vertreibungen im Osten und Südosten Europas der Jahre 1914-1918. Die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung war im Ersten Weltkrieg keineswegs nur auf die Exzesse Einzelner zurückzuführen. Die Übergriffe waren systematisch geplant und offiziell angeordnet. Sie waren Teil der Kriegsführung.
Buchpräsentation und Diskussion zu Wien wie folgt:

Senior Editor

Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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