Haus für Geschichte

posted by PP on 2008/12/18 13:00

[ Erinnerung | Memory ]

Das seit Jahren und immer wieder aufs Neue mit teils größerer Heftigkeit diskutierte Haus der Geschichte (wie der Arbeitstitel heißt) - das sich als ein Haus für Geschichte und Geschichten der Republik Österreich verstehen sollte - wird wohl auch im 2009er Jahr ein stetig wiederkehrendes Thema sein. Unter anderem deshalb, weil nach einer Ausschreibung eine ExpertInnengruppe bis zum Ende des ersten Quartals 2009 daran arbeitet, eine Machbarkeitsstudie und ein Konzept zu erstellen - am Ende dieses Prozesses werden dann die Öffentlichkeit und die Politik entscheiden müssen, was davon wie umgesetzt wird. Insofern macht es vielleicht durchaus Sinn, zunächst einmal an den Anfang zurückzublicken, als Karl Neisser in seiner Funktion als Staatsarchivar der noch sehr jungen Republik und ihrer Nationalversammlung erste Überlegungen zu Papier brachte. Gertrude Enderle-Burcel hat dieses Schreiben nun auf einer Website des Österreichischen Staatsarchivs ...

... zugänglich machen lassen und kurz kommentiert. Besagter Brief Neissers vom April 1919 an den Präsidenten der Konstituierenden Nationalversammlung, Karl Seitz, ist vierseitig und folgerichtig gibts 1, 2, 3, 4 Faksimiles zu sehen. Karl Renner wiederum griff diese Gedanken dann 1945 erneut auf. Dennoch dauerte es fast 90 Jahre, bis nachhaltiger Bewegung in diese Angelegenheit kam. Ein Archivar am Beginn einer guten, Fragen und Selbstverständnisse der Republik unmittelbar berührenden Idee. Das passt.

 


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Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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