Elektrokopiermaschine

posted by PP on 2008/10/22 17:09

[ Medien | Media ]

Feste soll man feiern, wie sie fallen - so sieht es die gern entsprechend spaßig disponierte Gesellschaft vor. Bedenkt man, was diesbezüglich schon alles mit Kopiermaschinen angestellt wurde (ich verweise nur auf die immer wieder gerne hergestellten Reproduktionen aufgepresster Körperteile), besteht vielleicht ein bisschen weniger Grund für fortgesetzte Lustbarkeiten. Andererseits ist die derart wahrnehmbare Möglichkeit der Vervielfältigung an sich schon eine Medienrevolution, an der sich die Kunst- wie insgesamt Medientheorie auch folgerichtig und ausgesprochen intensiv abzuarbeiten wusste. Insofern: Einen Tusch auf Chester Carlson, seinen Assistenten Otto Kornei sowie die erste Kopie von vor 70 Jahren! Auf orf.at gibts die ausführlichere Geschichte dazu. Mein Kompliment gilt auch dem Umstand, ...

... dass hier gleich noch eine Verbindung aufgemacht ward: Die Umsetzung der Reproduktion "10.-22.-38 ASTORIA" ward von Schwefelgestank sondergleichen umgeben. Und dies verweist sowohl auf Alchemie im guten alten Sinne wie auch auf das Odeur des Beelzebuben. Der Teufel steckt halt unweigerlich im technischen Detail.


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Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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