OSTsportWEST

posted by PP on 2008/07/13 20:33

[ Sport | -s ]

Was 2005 noch eine Konferenz war, stellt sich 2007 als (wie sich auf Basis eigener Lektüre bestätigen lässt: ausgezeichneter) Sammelband dar: "Sport zwischen Ost und West. Beiträge zur Sportgeschichte Osteuropas im 19. und 20. Jahrhundert", herausgegeben von Arie Malz, Stefan Rohdewald und Stefan Wiederkehr. Zwischenzeitlich war 2006 ein Band erschienen, den man guten Gewissens gleich daneben ins Regal stellen kann und der nun von Klaus Gestwa rezensiert wurde: 

Wagg, Stephen, Andrews, David L. (Hg.): East Plays West. Sport and the Cold War. London: Routledge 2006, 338 pp.

Auch wenn Gestwa bemängelt, dass der Sammelband häufig es verabsäume, "die verbindende, Grenzen überwindende Funktion sowie die lebensweltliche Bedeutung des Sports angemessen zu beachten", so zollt er der Publikation doch insgesamt Lob, insbesondere vor dem Hintergrund kulturwissenschaftlicher Fragestellungen und der Notwendigkeit, internationale Querverbindungen aufzuzeigen (schön, dass das langsam weitere Kreise als früher zieht...):

Der Sammelband fügt sich in die laufenden Forschungen zur Kulturgeschichte des Kalten Krieges ein, die – unter dem Einfluss des wiederholt eingeforderten "transnational turn" – verstärkt blockübergreifende Begegnungen und Resonanzen in den Blick nehmen. Die Beiträge gehen vor allem auf Konkurrenzen und Gegnerschaften ein und heben damit das Trennende hervor. Wiederholt wird der internationale Sport auf seine Bedeutung für die Ausprägung nationaler Identitäten und Alteritäten untersucht. Die immer wieder verbreitete Vorstellung, Sport und Politik trennen zu können, erweist sich nach der Lektüre des Sammelbandes als naive Illusion. Sport ist eine viel zu ernste Sache, als dass die Mächtigen daran vorbeigehen könnten.

 

 


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Senior Editor

Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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