Veranstaltungen | Events - Part 164

posted by PP on 2007/07/10 11:52

[ Veranstaltungen | Events ]

Eine Entente bestehend aus den Projektgruppen Erinnerungskulturen und Konfessionalisierung am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig (GWZO) veranstaltet in Kooperation mit dem Südost-Institut München und dem Ungarischen Institut München sowie in Verbindung mit der Ludwig-Maximilians-Universität (detto München) vom 25.-27.07.2007 eine Konferenz über
Maria in der Krise. Gesellschaftspolitische Instrumentalisierung einer religiösen Symbolfigur zur Zeit der Konfessionalisierung und im postkommunistischen Transformationsprozess in Ostmitteleuropa
Das Programm findet sich in .html bei H/Soz/u/Kult und im .pdf beim GWZO (dort gibt es auch den einstigen Call for Papers zum Nachlesen).
Die wesentlichen Thesen und Fragestellungen lauten wie folgt:
Die gesellschaftspolitischen Funktionalisierungen des Marienkultes gewannen nach den "Krisenzeiten" religiöser und politischer Wertesysteme besonders an Bedeutung und Brisanz. Krisen und deren Überwindung bilden somit den Hintergrund für unsere diachron und synchron ausgerichtete, komparatistische Fragestellung. Der Fokus liegt dabei auf den Antagonismen von Reformation – Gegenreformation sowie Kommunismus – Postkommunismus, in denen der Einbruch sowie die Wiederbelebung des Marienkultes besonders greifbar werden. In vergleichender Perspektive sollen die Länder Ostmitteleuropas im 17. und 20. Jahrhundert betrachtet werden im Hinblick auf die Frage nach den Trägern und Inhalten der Instrumentalisierung von genuin katholischen Frömmigkeitsformen. Dabei sollen staatlich-nationale Bezüge ebenso eine Rolle spielen wie regionale (Wallfahrten etc.). Wann und in welchem Kontext trat Maria verstärkt als Trägerin gesellschaftspolitischer Funktionen und Identitäten hervor, welche Trägergruppen und Interessen standen dahinter und welcher Medien bedienten sie sich? In diesem Zusammenhang ist die Rolle von visuellen und „schriftlichen“ Kulturen in den Konnotierungsprozessen von besonderem Interesse. Es gilt ferner zu fragen, inwiefern sich seit der Gegenreformation Kontinuitäten aufzeigen lassen. Wo kam es hingegen zu Traditionsbrüchen und gezielten Traditions-Neugründungen?

Antworten

Senior Editor

Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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