Veranstaltungen | Events - Part 162

posted by PP on 2007/06/21 09:55

[ Veranstaltungen | Events ]

Und "Wien" nimmt die Steilvorlage aus Budapest in den eigenen Strafraum herein natürlich an und in weiterer Folge auf:

Heute (startend mit einer Filmvorführung um 12.00 Uhr und tatsächlich einsetzend um 17.00 Uhr mit der Eröffnung) und morgen findet die Konferenz [.pdf] Krieg, Erinnerung, Geschichtswissenschaft (veranstaltet seitens des Clusters Geschichte der Ludwig Boltzmann Gesellschaft) in der Aula am Campus des AAKH (Spitalgasse 2-4, Hof 1, A-1090 Wien) statt.

Eine Vielzahl an ausgesprochen interessanten Vorträgen ist angesetzt, u.a. und wie seitens des Budapest-Weblogs ganz richtig für morgen (zw. 11.00 und 12.45 Uhr) verheißen: Béla Rásky spricht über "Opfer, Märtyrer und Helden:
Kriege und ungarisches kollektives Gedächtnis".




Update kurz nach 12.00 Uhr und also dem Beginn der besagten Filmaufführung (quasi ein Service des Hauses): Die Inhaltsangabe zum Film "2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß" (wird in Anwesenheit des Regisseurs Malte Ludin gezeigt):

Die Familie eines Nazitäters, 60 Jahre nach Kriegsende. Längst ist die Wahrheit über die Vergangenheit des Vaters aktenkundig, aber unter seinen Verwandten wird sie beschönigt, geleugnet und verdrängt - mit all der Leidenschaft, zu der nur Familienbande fähig sind. Hanns Ludin wird bereits in der Weimarer Republik berühmt, weil er in der Reichswehr für Hitler konspiriert. Nach 1933 steigt er schnell zum SA- Obergruppenführer auf. Ihm werden der Blutorden und andere hohe Weihen des Nazistaates zuteil. 1941 schickt ihn Hitler als Gesandten in den "Schutzstaat" Slowakei. Als "Bevollmächtigter Minister des Großdeutschen Reiches" soll er dort die Interessen Berlins durchsetzen: vor allem die "Endlösung". Nach dem Krieg wird Hanns Ludin von den Amerikanern an die Tschechoslowakei ausgeliefert, 1947 zum Tode verurteilt und hingerichtet. Diese Tatsachen nimmt sein jüngster Sohn, der Filmemacher Malte Ludin, zum Ausgangspunkt einer schmerzlichen filmischen Auseinandersetzung mit den Legenden, die in der Familie über den Vater kursieren. War er ein Held und Märtyrer oder ein Verbrecher? Auf einmal sind alle bereit zu reden: Die Schwestern, Schwager, Nichten und Neffen ... Es entsteht ein intimes und doch beispielhaftes Filmdokument - ein hochemotionaler Bericht aus dem Inneren einer deutschen Familie. 60 Jahre nach Kriegsende spielt die Hitlerkatastrophe in deren Leben noch immer eine brennend kontroverse Rolle.


Antworten

Senior Editor

Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
> RSS Feed RSS 2.0 feed for Kakanien Revisited Blog Senior Editor

Calendar

Links