Copy and paste - Part 16

posted by PP on 2006/08/11 10:05

[ Copy and paste ]

Nachträge zu Ö-reichs aktueller Copy & Paste-Geschichte, alle relativ gleichlautend auch von den jetzt aber sowas von ganz wirklich einsetzenden Bemühungen im Kampf gegen das Plagiat berichtend: Standard, Kurier (mit einem Foto des Aufdeckers Stefan Weber, bei dem er sein Buch in der linken und dessen deutsches Plagiat in der rechten Hand hält), Presse, ORF.
Wie der ORF außerdem berichtet: "Besonders betroffen sind die so genannten Buchwissenschaften, wo es eben aufs Schreiben ankommen: Geistes, Sozial-, und Wirtschaftswissenschaften, weniger die Naturwissenschaften." Wie ich in einem Antwortposting auf den Kommentar von Debora Weber-Wulff bereits im April auch festhielt:
Festzustellen bleibt (bzw. zuzustimmen ist dem), dass die Problematik der wissenschaftlichen Plagiate in Österreich natürlich besteht (und leider meist nur als singulärer Skandal aufgebauscht wird, hinter dem alles andere untergeht) und es mit mannhaften Absichtserklärungen seitens der diversen Rektorate und dem universitären Einsatz von speziellen Suchmaschinen nicht getan ist. Tatsächlich wären weitergehende Ansätze notwendig. Einer davon müsste im Bereich von Open Access zu suchen sein. Gerade diesen Vorteil der Vernetzungen zu suchen dürfte ein Weg sein, der die Ursachen zwar nicht an der Wurzel bekämpft, jedoch eine Möglichkeit bietet, auf dem Wege offener Informationsdistribution Plagiate viel mehr als bisher hintanzuhalten.
Dies wurde ausführlicher vom oben erwähnten Stefan Weber für den ORF durchargumentiert (cf. bei diesem Text auch die Links am Ende!). Wo es auch einen Text von Lukas Wieselberg gibt, der weiß, was gegen Plagiate hilft und auch die immer wieder diskutierte 30-Prozent-Quote anführt.

Ob da auch eine neue "Wissenschaft vom Web" helfen würde? Wovon auch Telepolis berichtet.
Aber gut, das ist wohl eine andere Baustelle.

Update 1: Bleiben wir in der vorhandenen Kinetten: Die Österreichische HochschülerInnenschaft hat in einer Aussendung auf Problemstände hingewiesen, die nicht zu beseitigen und hintanzuhalten dem Phänomen des Plagiats Vorschub leisten würde. Hinsichtlich finanzieller Aspekte und dem Problem von zuwenig Betreuung haben sie wohl recht. Aber das allein ist es halt auch nicht und die angeführte Maßnahme 3 geht wohl nur aus Gründen einer engagierten Standesvertretung durch.

Update 2: Ob dieser Aufruf der Wikipedia-Gründer zu helfen vermag?


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Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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