Fundstücke | Finds - Part 41

posted by PP on 2006/07/27 10:25

[ Fundstücke | Finds ]

Für Touristen kann der bulgarische Schilderwald ganz schön verwirrend sein. Fährt man etwa in die Geburtsstadt Elias Canettis an der Donau, dann kann man verschiedenen Ortstafeln entnehmen, dass man sich nun in Russe, Ruse bzw. Rousse befindet. Ob Bulgariens Hauptstadt nun Sofia, Sofija oder doch Sofiya heißt, steht ebenfalls zur Debatte. Und selbst über die lateinische Schreibweise des Landes im Südosten Europas ist man sich längst nicht einig: Ob es nun Bulgaria, Balgariya oder doch Bâlgarija genannt werden soll, bleibt weitgehend der persönlichen Präferenz überlassen.
berichtet Jutta Sommerbauer in der Frankfurter Rundschau online. Der von ihr skizzierte Dschungel der Schriften - "Wenn Bulgarien 2007 der EU beitritt, wird die Union nicht nur um eine Sprache, sondern auch um ein Alphabet reicher" - wird nicht nur bei Brüsseler Treffen spannend, sondern auch für geeichte TypografInnen ...
... (Alp-)Träume wahr machen. Denn ist es schon durchaus problematisch, eine wirklich ausreichende Auswahl an anspruchsvollen CE-Schnitten zu haben, um mehrsprachige Plakate, Bücher, Aushänge, Grafiken, Präsentationen, Webseiten,... zu realisieren, wird es mit kyrillischen Schriften noch einmal spannend. Die Verhältnismäßigkeit etwa von Lateinischen Serifen wie Non-Serifen ist ja in vielen Fällen geklärt - aber jetzt geht das Spiel von vorne los. Und das mit Lettern, die nicht jedem auf Anhieb zugänglich sind. Ansporn:
"In Bulgarien fehlen sowieso massenhaft Schilder", so Tsenov [Leiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit im Verwaltungs-Ministerium; Anm.]. "Es gibt nicht mal genügend auf Kyrillisch."

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Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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