Erinnerung | Memory - Part 24

posted by PP on 2005/11/23 01:04

[ Erinnerung | Memory ]

Den "Transformationen des 'Österreichischen Gedächtnisses'" ging eine interdisziplinäre Forschungsgruppe im Rahmen des Forschungsprogramms Kulturwissenschaften / Cultural Studies des bm:bwk nach. Referenzrahmen für diese Analyse waren die transnationalen Entwicklungen der europäischen Erinnerungskulturen – von der Konstruktion der Nachkriegsmythen bis zu ihrem Zerbrechen seit den späten 80er Jahren.
Die Ergebnisse liegen nun vor - und anlässlich der Präsentation des Buches
Christian Gerbel, Manfred Lechner, Dagmar C.G. Lorenz, Oliver Marchart, Vrääth Öhner, Ines Steiner, Andrea Strutz, Heidemarie Uhl: Transformationen gesellschaftlicher Erinnerung. Studien zur Gedächtnisgeschichte der Zweiten Republik. Wien: Turia+Kant 2005
wird zum Podiumsgespräch
Österreichisches Gedächtnis im "Gedankenjahr"
(28. November, 19.00 Uhr, Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien) geladen.
Einige der Leitfragen und -gedanken werden wohl die folgenden sein:
Ist Österreich nunmehr im europäischen mainstream angekommen oder markiert eine spezifisch österreichische Kultur des Erinnerns und Vergessens der NS-Vergangenheit das "Andere" der gegenwärtigen europäischen Erinnerungskultur?
Vor dem Hintergrund des "Gedankenjahres" 2005 soll diese Frage in besagtem Podiumsgespräch diskutiert werden. Denn während 2005 andernorts der Befreiung vom Nationalsozialismus gedacht wurde, hat Österreich im Staatsvertragsjubiläum seine Erfolgsgeschichte gefeiert. "Österreich ist frei" wurde zum Vehikel für die Re-Inszenierung der Vorstellung, dass die "eigentliche" Befreiung nicht 1945, sondern 1955 erfolgte.
Ist die kritische Auseinandersetzung mit der österreichischen Vergangenheit 20 Jahre nach der Waldheim-Debatte verblasst? Wurden 2005 jene Nachkriegsmythen revitalisiert, die in anderen Ländern längst zerbrochen sind? Wie positioniert sich Österreich auf der "mental map" eines europäischen Gedächtnisses?

TeilnehmerInnen:

  • Felicitas Heimann-Jelinek, Kuratorin am Jüdischen Museum Wien
  • Oliver Marchart, Philosoph
  • Alexander Pollak, Sprachwissenschafter
  • Heidemarie Uhl, Historikerin
Moderation: Christian Gerbel, Historiker


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Senior Editor

Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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