Identitäten nach 1918

posted by PP on 2008/01/04 10:04

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Wieder einmal etwas zum österreichisch-ungarischen Themenkomplex, da Klappe gut ist, doch -ntext eben mitunter nicht minder. Im Falle des am 15. Jänner (18.00 Uhr, Collegium Hungaricum, Hollandstraße 4, 1020 Wien) vorzustellenden Bandes

Helga Mitterbauer / Szilvia Ritz (Hg.): Kollektive und individuelle Identität in Österreich und Ungarn nach dem Ersten Weltkrieg. Wien: Praesens 2007 [.pdf von Einband, Titelei und Inhaltsverzeichnis]

lautet die Information der Herausgeberinnen bzw. des Verlags wie folgt (und versteht sich dieser Hinweis mithin als Anzeige):

Der Erste Weltkrieg hat die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in Zentraleuropa grundlegend verändert. Die Reaktionen auf diesen Wandel reichen von einem wehmütigen Rückblick auf die Vergangenheit bis zur Konstruktion von Zukunftsutopien. Der Band versammelt Ergebnisse aus einem plurilateralen literatur- und kulturwissenschaftlichen Projekt der Germanistischen Institute der Károli Gáspár Reformierten Universität Budapest und der Karl-Franzens-Universität Graz, das die veränderten Selbst- und Fremdbilder innerhalb der beteiligten (National-)Kulturen untersucht: Wie wandelt sich die Vorstellung Österreichs, Ungarns in der eigenen literarischen Produktion der 1920er Jahre und in jener der anderen? Welche neuen Topoi tauchen auf? Wie werden schon vorher feststellbare Zuschreibungen transformiert? Kommt es zu einer Intensivierung oder zu einer Reduzierung des Interesses an den anderen? Welche Auswirkungen haben Krieg und der Vertrag von Versailles auf die Biographien von SchriftstellerInnen, vor allem von bilingualen AutorInnen? Die theoretische Grundlage des Forschungsvorhabens liefern Konzepte des kulturellen Gedächtnisses, der Imagologie und kulturwissenschaftliche Identitätstheorien. Neben genuin literarischen Texten (Erzähltexten, Dramen, Lyrik) bilden Autobiographien und Zeitschriften sowie Literaturgeschichten die Quellenbasis.

Die BeiträgerInnen sind in der Abfolge besagten Inhaltsverzeichnisses: Helga Mitterbauer (Graz), Szilvia Ritz (Budapest), Beatrix Müller-Kampel (Graz), Péter Varga (Budapest), Alice Bolterauer (Graz), Anita Czeglédy (Budapest), Zsuzsa Bognár (Piliscsaba), Antonia Opitz (Piliscsaba), Zoltán Péter (Wien), Amália Kerekes (Budapest), Alexandra Millner (Wien) und Gábor Ujváry (Székesfehérvár, Budapest). Sobald der Sammelband bei uns eingelangt ist (nihil obstat), wird mehr zu berichten sein...


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Senior Editor

Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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