Call for Papers | Applications - Part 110

posted by peter on 2007/07/19 15:42

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Die Österreichische Gesellschaft für Germanistik (ÖGL) veranstaltet ihre Jahrestagung 2008 (23. bis 25. Juni) in Klagenfurt zum Thema:
Die Lust im Text. Eros in Sprache und Literatur
Gegenstand ist dabei nicht so sehr der metaphorische Gebrauch von Lust als Heilsversprechen literarischer Lektüre, welches anstatt der sauren Mühe der Textarbeit ein parasexuelles Erlebnis in Aussicht stellt, sondern die Sache(n) selbst im Text. Nun gibt es freilich "die Sache(n) selbst" nicht, sondern nur ihre historisch, moralisch ästhetische (usw.) codierte Erfahrung. Sie soll zur Sprache kommen, wie auch hic et nunc der vollständige Call for Papers (im .pdf auf der Website der ÖGL):
So öffnet sich ein weites Feld: von der altgermanistischen Futilitates-Forschung bis zur Diskursanalyse an Hand gegenwärtiger Jugendsprache, vom "sexuellen Tirolertum" (Karl Kraus), das freilich auch in Mürzzuschlag zu Hause ist, bis zu der Dekonstruktion der Lust im Bilde ihrer "herr"schenden Praxis (Elfriede Jelinek, Mürzzuschlag) oder der Wiedergewinnung weiblicher Heiterkeit bei Daniela Strigl (Mürzzuschlag). Der thematische Zugang ist breit wie die Sache selbst (s.o.) und nicht nur auf den "Eros Austriacus" (Tyrolensis, Styriacus, Carinthiacus etc.) beschränkt. Auch der "Möglichkeitssinn" (R. Musil) ist gefordert. Der methodische Zugang desgleichen: von der moralischen Empörung (als Methode) bis zur "really accurate, sharp, loving description of the appearance of the work of art" (Susan Sontag) im Sinne einer "erotics of art" (dies.) durch Beschreibung der Art von Erotik ist alles möglich. Auf diese Weise simuliert die wissenschaftliche Befassung mit der Sache (s.o.) die mediale Allgegenwart des Erotischen, und die Frage nach der Besonderheit des Literarischen inmitten der Inflation des Sexuellen in der Öffentlichkeit stellt sich neu.

Die Tagung ist zugleich eine „Polentagung“, d.h., sie reiht sich in die Serie biennaler Tagungen mit polnischen GermanistInnen. Daher ist die Zahl der ReferentInnen auf insgesamt 24 (vierundzwanzig), davon 12 aus Österreich, beschränkt. Die Nennung eines Themas wird bis zum 1. Dezember erwartet, ein Abstract bis zum 1. März 2008.




Einsendungen, An- wie Rückfragen sind bitte zu richten an:

Hubert Lengauer
Stefan Kaszynski
Joanna Jablkowska


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Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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