Veranstaltungen | Events - Part 161

posted by PP on 2007/06/09 18:41

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Im Rahmen des deutsch-bulgarischen Kooperationsprojektes Rumänienfeldzug 1916/17 – Kulturtransfer und kulturelle Dominanz in Militärkoalitionen fand vom 21. bis 24. Mai in der bulgarischen Hafenstadt Varna eine Tagung statt. Das gemeinsame Vorhaben der Universitäten Potsdam und Shumen will im Rahmen verschiedener Dissertations- und Postdoc-Projekte Realität, Deutung und Bedeutung des Feldzuges deutscher, österreichisch-ungarischer, bulgarischer und türkischer Truppen gegen Rumänien 1916/17 und Formen von Fremdwahrnehmung, kultureller Dominanz und Unterordnung sowie kulturelle Transfers untersuchen. Gundula Gahlen und Oliver Stein haben nun ihren Tagungsbericht online gestellt.
Einleitung:
Unter der Leitung von Jürgen Angelow (Universität Potsdam) trafen sich insgesamt zehn deutsche und bulgarische Historiker, um ihre Einzelprojekte vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren. In seinem Einführungsvortrag hob Angelow zum einen die unterschiedlichen Wissenschaftstraditionen in Deutschland und Bulgarien, zum anderen das gemeinsame Forschungsinteresse hervor. Für beide Länder seien die kollektive Aneignung und kulturelle Bedeutung der Geschehnisse auf dem Balkan im Ersten Weltkrieg ein weitgehendes Forschungsdesiderat, dem im Rahmen des gemeinsamen Projektes anhand des Rumänienfeldzuges ein Stück weit begegnet werden soll. Im Mittelpunkt des Interesses stehe die Militärkoalition und die langfristigen Wirkungen auf die Beteiligten im gesamten 20. Jahrhundert. Ziel des Workshops sei es, verschiedene Perspektiven in der Erforschung des Rumänienfeldzuges miteinander zu konfrontieren und zu vernetzen, um voneinander zu lernen und weiterführende Ansätze entwickeln zu können.

Schluss:

Der Workshop zeichnete sich durch eine intime Arbeitsatmosphäre und offene Diskussionskultur aus. Er hat allen Beteiligten deutlich vor Augen geführt, dass der gewählte Themenkomplex in weiten Bereichen kaum untersucht worden ist, obwohl seine aktuelle Bedeutung unstrittig sein dürfte. Im Mittelpunkt der lebendigen Diskussionen standen neben geschichtspolitischen Aspekten Fragen nach Begriffsdefinitionen und dem passenden methodischen Instrumentarium sowie der Austausch von Informationen zum Forschungsstand, zur Quellen- und Archivsituation. Im Ergebnis hat die Tagung mit ihrer Bandbreite von Erfahrungsgeschichte, Wahrnehmungsfragen, Erinnerungskultur und Truppengeschichte vielfältige Perspektiven auf die Untersuchung der gemeinsamen deutsch-bulgarischen Koalitionskriegführung aufgezeigt und dazu beigetragen, einen laufenden wissenschaftlichen Austausch und forschungspraktische Hilfestellungen zu koordinieren.


Antworten

Senior Editor

Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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