Call for Papers | Applications - Part 106

posted by PP on 2007/06/07 12:17

[ Call for Papers | Applications ]

Der Call for Papers [.pdf] für den 5. Kakanien revisited-Workshop der "Emergenzen"-Reihe,
Wissenschaftskommunikation und Fantastik 1900/2000 (20.-22.09.2007; Budapest - Deadline for Applications: 30.06.2007)
wurde nicht nur im Mai-Newsletter [.pdf] annonciert, sondern auch a. a. O., worauf wir also für den Moment nicht weiter einzugehen brauchen. Einer der dabei implizierten Aspekte, die Popularisierung von Wissen, steht nunmehr auch im Mittelpunkt einer anderen Veranstaltung in diesem Jahr, der Tagung
Wissenspopularisierung im medialen Wandel seit 1850 (23./24.11.2007; Berlin - Deadline for Applications: 15.07.2007; CfP)
deren Ziel dahingehend skizziert wird, dass "Popularisierungsprozesse in unterschiedlichen historischen Konstellationen auf Ursachen und Konsequenzen medialen Wandels" bezogen werden sollen.
Ausschnitt aus dem Call for Papers:
Folgende Fragen stehen dabei im Zentrum: Unter welchen Bedingungen werden Medien für die Verbreitung bestimmter Wissensbestände interessant? Wie lenken Distributions- und Präsentationsmedien die Auswahl, Verknüpfung und Perspektivierung von Wissensbeständen? Wie wirkt sich Medienkonkurrenz auf Popularisierungsstrategien aus? Auf welche Weise realisieren unterschiedliche Medien Hybridbildungen und welchen Einfluss nehmen diese auf die Spezifik des "Wissens"? Wie steuern Massenkommunikationsmedien die Rezeptionsformen einer breiten Öffentlichkeit und wie wirkt die Ausdifferenzierung der Öffentlichkeit auf den Produktions- und Vermittlungsprozess wissenschaftlichen Wissens zurück?
Zeitlicher Ausgangspunkt sind die durch die "Leserevolution" nach 1800 vorbereiteten und spätestens seit 1850 einsetzenden medientechnischen Umgestaltungen populärer Wissensverbreitung: Beginnend mit der Herausbildung der illustrierten Zeitschriftenkultur haben die nachfolgende Verwendung von Fotografie, Film und Internet als Popularisierungsmedien nicht nur neue Formen und Strategien der Wissenspräsentation hervorgebracht, sondern auch die Produktionspraktiken und die Rezeption populären Wissens maßgeblich verändert. Anliegen der Tagung ist es einerseits, bisher unternommene Erkundungen zum Thema zusammenzuführen. Andererseits sollen die Erkenntnisse mit den Einsichten avancierter Medienforschung verknüpft werden.

Die Veranstaltung hängt offensichtlich mit dem ZFL-Schwerpunkt Popularisierung literaturgeschichtlichen Wissens 1850-1930 zusammen, der seitens der DFG gefördert wird und völlig rechtens entgegen des allgemeinen naturwissenschaftlichen Hypes unter Verweis auf Grundlagen des Verstehenkönnens kultureller Vorgänge festhält:

Die Popularisierungsforschung hat sich bisher vor allem auf Naturwissenschaften konzentriert. Die Literaturwissenschaft hat sich jedoch solche Fragen bisher kaum gestellt, obwohl die Popularisierung literaturgeschichtlichen Wissens dessen Anschluß an öffentliche Diskurse steuert, es selektiert, das wissenschaftliche Wissen auf diese Weise also immer auch (mit-)produziert und obwohl der Bereich der sozialen Umwelt einer Disziplin in der Wissenschaftstheorie inzwischen als einer der wichtigsten Faktoren für die Geschichte der Wissensproduktion thematisiert wird.




Kontakt:

Dr. Dorit Müller
Zentrum für Literatur- und Kulturforschung
Schützenstr. 18, D-10117 Berlin
Tel. +49 (30) 20192187
Fax +49 (30) 20192154
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Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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