Theorie | -s

posted by PP on 2006/07/28 02:09

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Ein Topic wie dieses war schon lange fällig. In diesem tempus fugit-Sinne ließe sich etwa aktuell auf die Rezension Zeitlichkeit und Geschichte von Uwe Barrelmeyer verweisen, der die durchaus umfangreichen Bände

  • Schwietring, Thomas: Kontinuität und Geschichtlichkeit. Über die Voraussetzungen und Grenzen von Geschichte. Konstanz: Universitätsverlag Konstanz 2005, 596 pp.
    [ISBN 3-89669-715-3; EUR 59,00,-]
  • Rosa, Hartmut: Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne. Frankfurt/M.: Suhrkamp 2005, 537 pp.
    [ISBN 3-518-29360-5; EUR 17,00]
  • Baur, Nina: Verlaufsmusteranalyse. Methodologische Konsequenzen der Zeitlichkeit sozialen Handelns. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften 2005, 366 pp.
    [ISBN 3-531-14727-7; EUR 39,90,-]

für H|Soz|u|Kult besprach.

Zeit und Geschichte sind zentrale Kategorien geschichts- und sozialwissenschaftlicher Forschung. Dieser Einsicht folgend setzen sich die Autor/innen der vorliegenden soziologischen Dissertations- bzw. Habilitationsschriften in theoretisch-systematischer (Schwietring, Rosa) sowie in primär methodischer Erkenntnisabsicht (Baur) mit dem Aspekt der Zeitlichkeit geschichtlicher und sozialer Phänomene auseinander. Die Autor/innen distanzieren sich von der Geschichts- und "Zeitvergessenheit der sozialwissenschaftlichen Theoriebildung im 20. Jahrhundert" (Rosa S. 461) und betonen die methodologische Komplementarität historischer und sozialwissenschaftlicher Forschung (Baur S. 23). Ungeachtet der unterschiedlichen Erkenntnisabsichten und thematischen Schwerpunkte besteht, um eine Formulierung Schwietrings (S. 33) aufzunehmen, ein gemeinsames konzeptionelles Anliegen darin, "die Dimension des Historischen aus dem Rahmen der Geschichtsschreibung im engeren Sinne herauszuholen und sie als eine notwendige Blickrichtung der sozial- bzw. kulturwissenschaftlichen Forschung insgesamt zu entwerfen". [...]
Ist es den Autor/innen in konzeptioneller Hinsicht gelungen, um auf eine eingangs angeführte programmatische Formulierung Schwietrings zurückzugreifen, die Dimension des Historischen aus dem Rahmen der Geschichtsschreibung im engeren Sinne herauszuholen und als eine notwendige Blickrichtung der sozial- bzw. kulturwissenschaftlichen Forschung insgesamt zu entwerfen? Diese Frage darf mit Blick auf alle drei Arbeiten positiv beantwortet werden. [...]

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Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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