Stellen | Job Postings - Part 17

posted by PP on 2005/06/23 11:00

[ Stellen | Job Postings ]

Wie den Zeit-Stellenanzeigen zu entnehmen ist, wurde die Stelle einer/s Museumsleiterin/s für das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst ausgeschrieben (lt. Stellenplan Vergütung nach BAT-Ost Ib).
Die Besetzung soll zum 1. Juni 2006 erfolgen.
Das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst ist eine zu 100% vom Bund getragene Einrichtung.

Es soll

  • das Wissen um die Geschichte der deutsch-sowjetischen Beziehungen, vor allem im Zweiten Weltkrieg, seine Ursachen und Folgen, pflegen.
  • das Wissen um den historischen Ort in Berlin-Karlshorst, an dem am 8. Mai 1945 das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa vollzogen wurde, pflegen.
  • die Auseinandersetzung mit einem zentralen Ereignis der Geschichte des 20. Jahrhunderts, dem Thema Krieg und internationale Beziehungen im Zusammenleben der Völker fördern.
Die Aufgabengebiet der ausgeschriebenen Stelle umfassen v.a.:
Leitung und Koordinierung des Museumsbetriebs, Konzeption, Planung und Leitung von Ausstellungsprojekten, Veranstaltungen und Veröffentlichungen, Etatplanung und –überwachung, Wahrnehmung der Geschäftsführungsaufgaben des Vorstands des Trägervereins, Kontaktpflege mit den russischen und deutschen Trägerinstitutionen, Außenrepräsentation.

Anforderungen: Abgeschlossenes Hochschulstudium der Geschichte oder Politikwissenschaft, sehr gute Kenntnisse der Geschichte Russlands/der Sowjetunion im 20. Jahrhundert bzw. der deutsch-russischen Beziehungen, sehr gute Kenntnisse der russischen Sprache in Wort und Schrift (bei russischen Bewerbern/Bewerberinnen: sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift), Ausstellungserfahrung in Museen oder Gedenkstätten, hohe Belastbarkeit, Teamfähigkeit.

Das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst fördert die Beschäftigung von Frauen und begrüßt deren Bewerbung. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Ein Mindestmaß körperlicher Belastbarkeit ist wegen der häufigen Reisen erforderlich.

Bewerbungen sind mit den üblichen Unterlagen bis zum 22. Juli 2005 an das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst zu richten:
Das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst
z. Hd. Herr Dr. Peter Jahn
Zwieseler Str. 4
10318 Berlin
Homepage: www.museum-karlshorst.de




Information zu diesem durchaus historisch bedeutsamen Haus lt. Website des Museums:

Am 8. Mai 1945 wurde in Berlin-Karlshorst mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht der Zweite Weltkrieg in Europa beendet. In der bis dahin blutigsten Auseinandersetzung der Geschichte fanden mindestens 50 Millionen Menschen den Tod. Das Streben der Nationalsozialisten nach Weltherrschaft endete in einer grenzenlosen Zerstörung, nicht zuletzt auch in Deutschland selbst. Besonders brutal wurde der Kampf zwischen den deutschen und sowjetischen Truppen geführt, sah doch die nationalsozialistische Ideologie die Vernichtung und Versklavung der slawischen Völker vor.
Das Gebäude wurde zwischen 1936 und 1938 als Offizierskasino der Pionierschule 1 der Wehrmacht errichtet. Ende April 1945 schlug im Kampf um Berlin die 5. sowjetische Stoßarmee unter Generaloberst Bersarin hier ihr Hauptquartier auf.
Nachdem am 7. Mai in Reims im Hauptquartier von General Eisenhower, dem Oberkommandierenden der westlichen Expeditionsstreitkräfte die Kapitulation mit einer ersten Unterzeichnung vollzogen wurde, ratifizierten hier in Karlshorst in der Nacht vom 8. zum 9. Mai Generalfeldmarschall Keitel, Generaladmiral von Friedeburg und Generaloberst Stumpf mit ihren Unterschriften die bedingungslose Kapitulation. Die Unterschriften nahmen Marschall Shukow als sowjetischer Oberkommandierender und der britische Air-Marschal und Stellvertreter Eisenhowers Sir Arthur Tedder für das westliche Hauptquartier entgegen, dazu als Zeugen der amerikanische General Spaatz und der französische General de Lattre de Tassigny. Diese Unterzeichnung beendete den Krieg in Europa, zugleich war es die Schnittstelle zwischen zwei Epochen der europäischen Geschichte im 20. Jahrhundert.
Von 1945 bis 1949 war das Haus Sitz des Chefs der Sowjetischen Militäradministration. Am 10. Oktober 1949 verlieh hier General Tschuikow der ersten Regierung der DDR die staatliche Vollmacht. Von 1967 bis 1994 erinnerte ein Museum der sowjetischen Streitkräfte ("Museum der bedingungslosen Kapitulation des faschistischen Deutschland im Großen Vaterländischen Krieg 1941-1945") in diesem Haus an den Sturm auf Berlin und die Kapitulation.


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Senior Editor

Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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