Open Content | Access - Part 10

posted by PP on 2005/05/17 00:05

[ Open Content | Access ]

Teil III (zur "Vollständigkeit" dienen Teil I und Teil II) der Zusammenstellung wichtiger Stellungnahmen, Initiativen und Pressemeldungen zum Thema Open Access, v.a. auch hinsichtlich der Umsetzung in wissenschaftlicher Hinsicht.

Begonnen wird mit Pressemeldungen, danach folgen Hinweise zu Creative Commons (CC) und deren Projekt Science Commons; und zwanglos werden einige Anschauungsmaterialien eingestreut. Also "some rights reserved" statt "all rights reserved", wie dies bspw. auch beim Internet Archive oder der Wikipedia der Fall ist.

Eine kleine Presseschau mit Links zur Berichterstattung über CC in deutschsprachigen Ländern findet sich hier. Und der ORF hatte am 20. Juni des Vorjahres eine Sendung zum Thema, die auf zwei Websites (ausgestattet mit einer Reihe weiterführender Links) ganz gut nachvollziehbar ist:

Künstler, Wissenschaftler, Rechtsanwälte, Kulturschaffende und viele andere Aktivisten erkennen, dass sie ein gemeinsames Ziel haben: die Erhaltung des freien Zugangs zum Gemeingut - den Commons. Bei den Konferenzen "Free Bitflows" in Wien und "Wizards of OS" in Berlin haben sie ihre Ideen für die Zukunft des digitalen Gemeinguts präsentiert.

Und einen Nachschlag gab es im Zusammenhang mit der Ars Electronica auch noch.

Creative Commons hat für die mal eben mehrheitlich deutschsprachigen Länder auch ein D-A-CH-Wiki aufbereitet, einen eigenen Link für Österreich gibt es natürlich auch. Um im Sprachraum zu bleiben: Das einführende Video zu Creative Commons, "Get Creative", ist auch mit deutschen Untertiteln verfügbar, sowohl als .avi als auch als .wmv. Überdies findet sich die CC-Konzeption in Comic-Bildern für EinsteigerInnen und steht auch ein Folder zum Download und im .pdf bereit. Überdies gibt es auch Frequently Asked Questions samt Antworten. Und die diversen anderen öffentlich zugänglichen Materialien nicht zu vergessen.

Falls Sie langsam auf den überaus zweckdienlichen Geschmack kommen: Die verschiedenen länderspezifischen CC-Lizenzen sind hier zugänglich:

We are excited to announce the International Commons -- an offshoot of our licensing project dedicated to the drafting and eventual adoption of jurisdiction-specific licenses. The International Commons is being lead by Christiane Asschenfeldt (email), with help from member jurisdictions.

(und es gibt auch auf Deutsch zusätzliche Informationen). Wenn Sie hinsichtlich des vorgestern hier im Zusammenhang mit der Budapester Open Access Initiative erwähnten Self-Archiving Informationen suchen: Resource Center von Science Commons. Denn...

 

... Anfang 2005 startete schließlich auch eine Science-Commons-Lizenz, wie damals etwa ein Heise-Newsticker berichtete:

Zu ihrem zweiten Geburtstag macht sich die Creative-Commons-Gemeinde selbst ein Geschenk und startet offiziell ihr drittes Projekt: die Science Commons. Neben der klassischen alternativen Lizenz (Creative Commons) und der Adaption dieser Lizenz an Rechtssysteme in aller Welt (iCommons) bedeute dies die nächste "Erweiterung des Lizenzbaukastens" speziell für die Wissenschaft, sagt Ellen Euler vom Institut für Informationsrecht. Das Karlsruher Institut hatte zusammen mit dem Münchner Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software (ifrOSS) die Creative-Commons-Lizenz auf deutsche Verhältnisse angepasst.
Wissenschaftler warnen davor, dass sie aufgrund zunehmend komplexer und strenger Urheberrechtsbestimmungen die Möglichkeiten vernetzten Arbeitens und Forschens kaum noch nutzen können. Eigene Vertriebswege der Wissenschaftler angesichts der wenig forschungsfreundlichen Politik der großen Verlage empfahl kürzlich die deutsche Bundesjustizministerin, Brigitte Zypries. Genau in diese Lücke will das vom Stanford-Rechtsprofessor Lawrence Lessig gegründete Creative-Commons-Projekt stoßen.

Und Science Commons unterhält natürlich eine eigene Website, denn

The problem here is not simply the commercialization of science; roadblocks to sharing hurt the development of commercial products too. Nor is it only a matter of expanded intellectual property rights and curtailed "research exemptions." The problem is more complex than that, and the solution must be as well. Our goal is to solve a specific part of the problem: the creation of a larger "Science Commons" built from private agreements, and technical standardization; the same "some rights reserved" approach adopted by Creative Commons, our parent organization.

Gearbeitet wird v.a. in drei Bereichen:

Dies ist natürlich eng verknüpft mit dem Creative Commons Statement on University Policies for Open Access. Wie wird hier gearbeitet bzw. welche Initiativen gibt es?

SC-Publishing is guided by the scientific community. We work via public listserv discussion and the Publishing Working Group to develop the requirements for legal and technical solutions.

 

Zu guter Letzt noch der Verweis auf jenen Mann, der gemeinsam mit KollegInnen diese verschiedenen Anstöße zu geben und Initiativen zu stiften vermochte: Lawrence Lessig von der Stanford Law School, der auf seiner Website auch ein Weblog betreibt und die Hinweise auf diverse Bücher, Kolumnen und Artikel bietet. Wer sich für die Vorträge interessiert: Links finden sich u.a. hier [entgegen dem Einleitungs-Text und keine Sorge: Das war natürlich nicht seine letzte Lecture, wie u.a. dieser oder dieser Link bezeugen, wobei gerade zweiterer höchst spannend ist, führt er doch zur oben erwähnten Wizards of OS 3 Konferenz The Future of the Digital Commons] und hier. Industrial Technology & Witchcraft hat den Link zum Ableger von Lessigs Buch Free Culture: How Big Media Uses Technology and the Law to Lock Down Culture and Control Creativity auf Bittorrent bereitgestellt.

http://www.kakanien.ac.at/static/files/29999/scienceCC.gif


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Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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