Bücher | Books - Part 123

posted by peter on 2007/08/02 15:03

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Ulf Brunnbauer, Michael G. Esch und Holm Sundhaussen haben letztes Jahr, basierend auf der Ringvorlesung "Ethnische Säuberungen in Ost- und Südosteuropa im 20. Jahrhunderts" und der vom Centre Marc Bloch in Berlin veranstalteten Tagung "Gedächtnis – Erfahrung – Historiografie. Aspekte der Diskussion um den 'Komplex Vertreibung' in europäischer Perspektive" (beide 21004), einen ausgesprochen wichtigen Band herausgebracht, folgt man (wofür es sehr gute Gründe gibt) der Rezension von Elisabeth Kübler (Universität Wien) betreffend
Brunnbauer, Ulf; Esch, Michael G.; Sundhaussen, Holm (Hg.): Definitionsmacht, Utopie, Vergeltung. "Ethnische Säuberungen" im östlichen Europa des 20. Jahrhunderts. Berlin: LIT 2006 (Geschichte: Forschung und Wissenschaft 9), 304pp.
[ISBN 3-8258-8033-8; EUR 29,90,-]
Die Herausgeber setzen sich Kübler zufolge bereits im Vorwort
sowohl mit dem Begriff der "ethnischen Säuberung" als auch mit dem Konzept des "ethnisch homogenen Nationalstaates" auseinander: "Vertreibungen von Menschen aufgrund der ihnen zugeschriebenen ethnischen Merkmale sind nicht einfach archaische Gewaltakte und Ausdruck blinden Hasses, sondern inhärent mit der Idee des ethnisch homogenen Nationalstaates." Gerade weil Ulf Brunnbauer, Michael G. Esch und Holm Sundhaussen "ethnische Säuberungen" als eine Form des "social engineering" entlarven, können sie folgerichtig auch Ursachen, Handlungslinien und AkteurInnen von Vertreibungen und Zwangsmigrationen im Zuge oder in Folge von Kriegen klar benennen. "Es ist sicherlich kein Zufall, dass es zu 'ethnischen Säuberungen' im engeren Sinne vor allem im Zusammenhang mit Kriegen kommt, wenn sich den ethnonationalen Ingenieuren die Gelegenheit bietet, ihre Träume von einer 'reinen', homogenen Ethno-Nation umzusetzen."

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Senior Editor

Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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