Bücher | Books - Part 19

posted by PP on 2005/06/17 20:45

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Aus ungezwungenem Lektüreanlass der Verweis auf Die Österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild, vulgo Kronprinzenwerk, eine in ihren (nur) auf den ersten Blick nicht sehr aufregenden Text- wie Bildbeiträgen hochgradig komplexe wie spannende Erinnerungskonstruktion im Dienste kollektiv oktroyierter Selbstbehauptung.

Eine Auswahl wichtiger Texte sowie eine grundlegende Einführung (mit allen wichtigen Daten) zu dieser Unternehmung findet sich in

Zintzen, Christiane (Hg.): Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild. Aus dem Kronprinzenwerk des Erzherzog Rudolf. Wien, Köln, Weimar: Böhlau 1999 (Literaturgeschichte in Studien und Quellen 3).

Eine Warnung sei angebracht: Der von Zintzen mit einem sachkundigen Kommentar (der eigentlich diese Gattungszuweisung schmal lächelnd von sich weist und weitaus mehr ist) und von Richard Swartz mit einem Geleitwort versehene Band stellt eine perfekte Einstiegsdroge dar.

Doch die 24 Bände des Kronprinzenwerks - am 24. Dezember [sic!] 1883 von Kronprinz Rudolf angeregt und (sehr) teilweise von ihm mitverfasst - in 397 Lieferungen mit insgesamt 12.596 Textseiten, 4.529 Illustrationen und 587 Beiträgen (3 verschieden ausgestattete Editionen wurden editiert) sind auf dem antiquarischen Markt beinahe nicht zu finanzieren.
Am 1. Dezember 1886 erschien die 1. Lieferung, die letzte am 1. Juni 1902. Ziel war die vollständige Erfassung des geo-, ethno- und soziografischen Wissens über die österreichisch-ungarische Monarchie. Dieses Wissen wurde nach Ländern und Landschaften geordnet, wobei die Reihenfolge der Lieferungen über die einzelnen Kronländer im Wesentlichen jener Hierarchie entsprach, welche vom Zentrum gesteuert wurde (Insofern ist es von Interesse, dass die ungarische Ausgabe eine teilweise andere Reihenfolge der Bände aufweist).

http://www.kakanien.ac.at/static/files/29752/kronprinzenwerk.gif


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Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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