Nächtens

posted by ush on 2009/03/13 10:26

[ Paralipomena ]

Kommenden Dienstag, am 17. März 2009 veranstaltet die Universität Wien eine hoch interessante interdisziplinäre Tagung mit Beteiligung medizinischer, biologischer und kulturwissenschaftlicher Beiträge. Thema der Konferenz ist die Evolution des Schlafes vom Urmenschen zum Uhrenmenschen. Veranstalter sind die Faculty of Life Sciences, die Kulturabt. der Stadt Wien (MA 7), die Universitätsklinik für Neurologie und das Programm Change by Evolution der Stadt Wien.
Warum Tier und Mensch schlafen, ist eine nach wie vor ungeklärte aber wesentliche und neuerdings auch wieder heiß diskutierte Frage in der Schlafforschung. An Vermutungen und Hypothesen mangelt es nicht: Wir schlafen, weil sich im Schlaf Organe und unser gesamter Körper erholen und danach besser funktionieren; Schlaf ist deshalb notwendig, weil tagsüber Gelerntes besser eingespeichert wird und so unserem Gedächtnis dient. Andere Hypothesen behaupten, dass Menschen und Tiere in erster Linie deshalb schlafen, um Energie zu sparen und Gefahren aus dem Weg zu gehen. Den biologischen Funktionen des Schlafs, wie etwa das Revitalisieren von Körperfunktionen oder der Gedächtnisbildung kommt daher eine eher untergeordnete Rolle zu. Für kontroversielle und hitzige Diskussionen über die Funktion und Rolle des Schlafes ist also genügend Stoff vorhanden!
Die Veranstaltung über die „Evolution des Schlafes“ versucht einen Überblick über die zurzeit gängigen Ansätze und Erklärungsversuche zur biologischen Funktion des Schlafes bei Tier und Mensch, sowie deren psychologische und sozialen Auswirkungen zu geben. Der Bogen spannt sich von Themen wie „Warum Schlafen Tier und Mensch?“, „Der Schlaf in unserer Leistungsgesellschaft“ bis hin zu aktuellen empirischen Studien über das Schlaf- und Traumverhalten der Österreicher und das Schlafen in anderen Kulturen oder Schlafwelten. Die eingeladenen in- und ausländischen ExpertInnen, werden zu den genannten Themenbereichen neben den aktuellen Wissenstand auch Ergebnisse aus eigener Forschung präsentieren und garantieren somit eine spannende und abwechslungsreiche Veranstaltung.

 

 


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Editor

Einblicke in Editor's Welt. Interessiert an Geisteswissenschaften, staunend über Medien, Tendenz zum Bizzarren, vor allem in der Literatur. Über Anregungen, Kritiken, Kommentare freuen sich Usha Reber (editor@kakanien.ac.at und János Békési (webmaster@kakanien.ac.at).
The workshop Balkan Studies - quo vadis? is held on April 25, 2009.

Venue: HS, Inst. Slawistik, AAKH / Campus
The programme is to be found here, the abstracts are available as Balkan Studies 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, and as pdf.
Ort: HS, IOG, AAKH, Spitalgasse 2, 1090 Wien
Zeit: 2. bis 4. April 2009
Veranstalter: IOG, Kk.rev
Funding: Fritz-Thyssen-Stiftung, Köln

Programm, Abstracts (.pdf)
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