Post/Colonial Studies anew

posted by ush on 2009/04/09 09:20

[ Diskurse | Discourses ]

Wie schon im Fall von Vampirismus | Vampirism wurden nun auch die im Lauf der Jahre in der Theorie und den Fallstudien veröffentlichten Beiträge zu Post/Colonial Studies (im europäischen Raum) in einer eigenen Digitalen Anthologie zusammengefasst. Die Auffindbarkeit der gemeinsam einen Diskussionsstand abbildenden Text wird so besser gewährleistet und auf einen Blick sichtbar gemacht.

 

Ebenfalls gilt hier, dass die Beiträge auch weiterhin in ihrer ursprünglichen Abteilung auffindbar sind und ihre URL beibehalten. Das Heft ist selbstverständlich für Neuzugänge offen, deren ich auch gleich einen vermelden darf:

Catarina Martins hat einen ausführlichen Text beigesteuert, in dem sie die verborgenen Zusammenhänge zwischen Modernität bzw. Modernitätskritik österreichischer Couleur und dem Imperialismusdiskurs aufzeigt. Anhand von Textanalysen von Essays und Romanen von Robert Müller, Hugo v. Hofmannsthal und Robert Musil weist sie nach, dass die Eingliederung in den imperialistischen und zu Teilen auch den kolonialistischen Diskurs die Wiederherstellung einer territorialen, kulturellen und v.a. identitären unitas zu gewährleisten schien.

Der Diskurs des geistigen Imperialismus, wie er von österreichischen/habsburgischen Schriftstellern geführt wurde und in einer utopischen Staatsform gipfelte, der den Dichter und Denker aktiv mit einer Sonderstellung in die Politik einband, gipfelte, bediente sich dabei des vom Imperialismus bereit gestellten Vokabulars und argumentierte territorial.

Martins' Beitrag, der zugleich eine Kondensierung ihrer Dissertation darstellt, liefert insofern eine originelle und bedeutende Ergänzung zu den Überlegungen über koloniale, postkoloniale und imperialistische Diskurse in der Habsburger Monarchie, die bereits in diesem Heft versammelt sind.


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Einblicke in Editor's Welt. Interessiert an Geisteswissenschaften, staunend über Medien, Tendenz zum Bizzarren, vor allem in der Literatur. Über Anregungen, Kritiken, Kommentare freuen sich Usha Reber (editor@kakanien.ac.at und János Békési (webmaster@kakanien.ac.at).
The workshop Balkan Studies - quo vadis? is held on April 25, 2009.

Venue: HS, Inst. Slawistik, AAKH / Campus
The programme is to be found here, the abstracts are available as Balkan Studies 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, and as pdf.
Ort: HS, IOG, AAKH, Spitalgasse 2, 1090 Wien
Zeit: 2. bis 4. April 2009
Veranstalter: IOG, Kk.rev
Funding: Fritz-Thyssen-Stiftung, Köln

Programm, Abstracts (.pdf)
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