Gustav Aulehla: Fotografien von 1950-1980

posted by Hana Blahova on 2008/10/28 00:51

[ Kultur | Events ]

Im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie wird am 29. Oktober 2008 um 18.00 Uhr im Forschungszentrum für historische Minderheiten unter der Kooperation mit dem Institut für kreative Fotografie der Schlesischen Universität Opava die Ausstellung: Gustav Aulehla: Fotografien von 1950-1980 eröffnet.

Forschungszentrum für historische Minderheiten
Kohlgasse 27-29
A-1050 Wien

Tel: +43-1-545 03 18
office@fzhm.at

Seit fast sechzig Jahren fotografiert Gustav Aulehla seine Lebenswelt im Umfeld der Kleinstadt Krnov an der tschechisch-polnischen Grenze. Aulehla dokumentierte auf eindrucksvolle Weise den Kontrast zwischen kommunistischen Manifestationen und gesellschaftlicher Realität, er hielt die Ereignisse rund um den Prager Frühling und die Okkupation durch fünf der Warschauer Pakt-Staat im August 1968 fest. Doch immer interessierte er sich vor allem für die Menschen und ihre Schicksale. Obwohl er kein Berufsfotograf war, versuchte er, die Alltagsereignisse in eine perfekte visuelle Form zu bringen. Von Cartier-Bresson inspiriert übernahm er den Grundsatz, das Geschehen vor der Kamera möglichst nicht zu beeinflussen und die Fotokomposition im Moment des Auslösens als abgeschlossen zu betrachten. Die Aufnahmen von Aulehla sind meist einfach komponiert und zeichnen sich durch ihre Lyrik aus. Aufgrund ihres rohen Charakters und ihrer ironischen Distanz, mit der sie den Alltag zur Zeit des Kommunismus aufzeigen, erinnern sie an die um fast zwei Jahrzehnte jüngeren Aufnahmen von Jindřich Štreit aus den Dörfern von Bruntál und Rýmařov. Erst in den letzten Jahren wurden die außerordentlich persönlichen Fotografien von Gustav Aulehla von Museen und Galerien entdeckt.

For almost sixty years, Gustav Aulehla has been taking photographs of everyday life in and around his small hometown of Krnov near the Czech-Polish border. He created an impressive documentary record of the contrast between communist manifestations and social reality and of the events surrounding the Prague Spring and the occupation by five Warsaw Pact nations in August of 1968. His main interest, however, has always been in people and their fates. Although not a professional photographer, he has sought to give perfect visual form to everyday events. He adopted Henri Cartier-Bresson’s maxim never to influence events and to consider the photographic composition complete at the moment the shutter is released. Aulehla’s photographs are generally simple in composition and evince a characteristic lyricism. With their raw quality and the ironic distance with which they display everyday life in the communist era, they are reminiscent of the pictures Jindrich Štreit took, almost two decades later, in the villages of Bruntál und Rýmarov. Gustav Aulehla’s extraordinarily personal photographs remained undiscovered by museums and galleries until only a few years ago.


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