Budapester Straßenschlachten

posted by Katalin Teller on 2008/11/21 11:56

[ Kultur | Events ]

Das Collegium Hungaricum (Wien 1020, Hollandstraße 4) lädt am Montag, 24. November zu einer Filmvorführung und einer anschließenden Diskussion ein: Csaba Nemes verarbeitete die berühmten Straßenschlachten von Budapest in einem Videofilm, mit dem Filmemacher diskutiert Falter-Journalistin Nicole Scheyerer.

Die unablässige Beschäftigung mit den Ereignissen 2006 (siehe die schöne Dokumentation von Béla Rásky im Budapest-Blog) zeitigt nun auch eine künstlerisch-politische Auseinandersetzung.

„Die Akteure der politischen Unruhen [auf Budapests Straßen] im Herbst 2006 glaubten, Geschichte geschrieben zu haben. Dabei merkten sie nicht, dass sie nur das possenhafte Remake der Ereignisse der Revolution 1956 erlebten.” (Csaba Nemes)

Der Maler und bildende Künstler Csaba Nemes griff zehn Handlungsfragmente aus den Ausschreitungen auf. Den Ausgangspunkt der einzelnen Geschichten bildeten Laufbilder, die von den Medien ausgestrahlt worden sind, sowie Privatvideos und Szenen, die Nemes aufgrund eigener Erlebnisse rekonstruierte. Für die kurzen Storys wurden Animationen verschiedener Techniken und Stile angewendet. Mit den Mitteln der Verfremdung gelang es Csaba Nemes, ein ironisches Remake der politischen „Reality-Show” 2006 vorzulegen.

Seine Videoarbeit wurde von der Fachjury für den ungarischen Pavillon auf der Biennale von Venedig 2007 vorgeschlagen, jedoch wurde sie wegen eines Formfehlers abgewiesen.

Der Film entstand mit der Unterstützung von MMK, Film Positive, Szupermodern, Tranzit.hu (Erste Bank) und Galerie Knoll Wien/Budapest.

 


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