Graduiertenstipendien Gießen

posted by Katalin Teller on 2010/08/12 08:36

[ Stipendien ]

Gefördert durch den Pakt für Forschung und Innovation der Leibniz-Gemeinschaft vergibt das Herder-Institut in Marburg in Zusammenarbeit mit dem International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) und dem Gießener Zentrum Östliches Europa (GiZo) an der Justus-Liebig-Universität Gießen zum 1. Januar 2011 für eine Laufzeit von jeweils drei Jahren 3 Graduierten-Stipendien. Einreichschluss ist der 30. September 2010.

Das Graduiertenprogramm widmet sich einem Grundproblem des Wissenstransfers, das trotz der Erfolge im Bildungsbereich im Zuge der Osterweiterung keineswegs an Brisanz verloren hat: der zunehmenden Internationalisierung der Forschung und des Wanderns von Konzepten und Organisationsformen. Gerade in einem zentraleuropäischen Ost-West-Kontext wird die Verständigung über kulturwissenschaftliche Kernthemen von innovativen Übernahmen wie von der Bewahrung nationaler Deutungs- und Tradierungsmuster bestimmt. Die Leibniz Graduate School stellt dem ein Konzept des multilateralen, dialogischen Wissenstransfers gegenüber. Sie setzt sich zur Aufgabe, eine auf moderne Konzepten basierende, im Ost-West-Kontext transnational strukturierte Graduiertenausbildung zu etablieren.

Die Leibniz Graduate School ist für alle Promotionsprojekte und Postdoc-Vorhaben offen, die in exemplarischer Weise geeignet sind, zur Diskussion folgender Themen beizutragen:

  • Europäische Wissenschaftskulturen und Wissenschaftskommunikation von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart: Foren, Netzwerke, Personen, Generationen, Sozialisationsformen, politische Rahmenbedingungen
  • Nationale und transnationale Wissensordnungen und intellektuelle Stile
  • Pluralisierung, (Selbst-)Instrumentalisierung, Gleichschaltung, Transformation von Wissenschaftsbetrieben und Institutionen
  • Konzepte und Schlüsselbegriffe in der Wissenschaftskommunikation: Nation, Klasse, Ethnizität, Identität, Geschlecht, Religion
  • Wissenskulturen im Zeitalter der Globalisierung und der digitalen Vernetzung

Zielgruppe des Graduiertenprogramms sind vor allem Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Ostmitteleuropa, die Erfahrungen aus ihren Heimatländern in einen zentraleuropäischen Vergleichs- und Reflexionskontext dialogisch einbringen wollen. Jedoch sind auch Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus anderen Ländern, die einen Beitrag zur Thematik leisten wollen und die deutsche Wissenschaftskultur und Wissenschaftsstruktur aus der Binnensicht kennen lernen möchten, willkommen.

Die Stipendiaten sind in Forschungskontexte an der Justus-Liebig-Universität Gießen eingebunden, sind dort eingeschrieben und werden mindestens einer der Research Areas des GCSC sowie einer der Sektionen des GiZo zugeordnet.

Die Kommunikations- und Unterrichtssprache ist Deutsch.

Bewerbung und Unterlagen: Die Höhe der Stipendien beträgt 1.200 € monatlich. Interessenten sollten einen Abschluss (M.A. oder Diplom, das zur Promotion an einer europäischen Universität berechtigt) aus Fächern vorweisen, die einen Beitrag zur Erforschung der Thematik leisten können. Bei Antritt des Stipendiums sollten die entsprechenden Verfahren abgeschlossen sein. Bei Vorhaben, die bereits an anderen Universitäten in Ostmitteleuropa verankert sind, kann über Co-Tutorelle Vereinbarungen eine Doppelbetreuung erfolgen.

Die Bewerbungen sollen enthalten: ein Begleitschreiben mit allen Kontaktdaten, eine Projektbeschreibung (max. 10 Seiten), einen Lebenslauf, eine Aufstellung über Publikationen und Vorträge, Kopien der Zeugnisse, Gutachten der Abschlussarbeit, Referenzschreiben des Betreuers und ein weiteres Gutachten.

Bewerbungsschluss ist der 30. September 2010 (Ausschlussfrist).

Adresse: Direktion, Herder-Institut, Gisonenweg 5-7, D-35037 Marburg.

Weitere Informationen zum inhaltlichen Anliegen der Leibniz-Graduate School und die detaillierten Richtlinien zur Stipendienvergabe entnehmen Sie bitte der Homepage des Herder-Instituts (www.herder-institut.de/leibniz-graduate-school).

Für Rückfragen steht Frau Alexandra Schweiger jederzeit gerne zur Verfügung (e-mail: alexandra.schweiger@herder-institut.de, Tel. +49-6421-184-110, Fax: +49-6421-184-139).


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