Sommerkino - Part 3

posted by SHorváth on 2005/07/07 19:51

[ Sommerkino ]

Mit dem Prater Filmfestival findet ab heute (bis 31. Juli) eines der aufregendsten Ereignisse des Kinojahres statt, das sich in seiner Aufmachung als einmalig darbietet …
… nicht nur, dass es erstmalig organisiert wird - die Präsentationsform in ihrer Gesamtheit ist auf der ganzen Linie brillant.

Das Festival greift die lange Tradition der Kinematografie im Leopoldstädter Vergnügungsviertel auf. Direkt vor dem Riesenrad, auf der Kaiserwiese, dem historischen Areal des Vergnügungsparks "Venedig in Wien", zeigt das Filmarchiv Austria eine Open Air Veranstaltung. Die Filmschau zieht sich quer durch alle Epochen der Filmgeschichte und lässt retrospektiv die ewig lustvolle Beziehung zwischen Kino und Jahrmarkt durchwandeln. Als bevorzugter Drehort und Schauplatz für österreichische und internationale Spielfilme war der Prater seit jeher der Ort schlechthin, um prägende Momente und unvergleichliche Stimmungen einzufangen und seine "Seele" gleichsam in markanter Weise zu verewigen.
Die Präsentationspalette erstreckt sich von Das Cabinet des Dr. Caligari aus dem Jahr 1920 bis zu El Maquinista von 2004. Den Auftakt macht der neu restaurierte, erst kürzlich in Frankreich wieder entdeckte Film Die Pratermizzi (A 1926, R: Gustav Ucicky), der von einer traumtrunkenen Fahrt in der Grottenbahn als Metapher für das ewige Spiel um Sein und Schein erzählt. Der optisch raffiniert inszenierte Film ist voller psychoanalytischer Verweise und zählt zu den Höhepunkten des österreichischen Stummfilmkinos. Mit Live-Musikbegleitung - Gerhard Gruber (Klavier), Adula Ibn Quadr (Violine), Peter Rosmanith (Percussion)!

Die begleitende vom Filmarchiv Austria und Wien Museum konzipierte Ausstellung Prater.Kino.Welt – Filmvergnügen im alten Prater (im Pratermuseum/Planetarium von 8. Juli bis 18. September) zeigt die Vor- und Frühgeschichte des Kinos.

    Die Schau präsentiert einerseits eine Archäologie des Kinos im Wiener
    Prater, andererseits nimmt sie Bezug auf die Geschichte der bewegten Bilder, auf die frühen Illusions- und Laufbildmaschinen, die um 1900 im Prater zu sehen waren und den Weg zum Kino markierten.
Ein Kino-Spaziergang lädt zu einzelnen Info-Stellen ein, die die Standorte der Prater-Lichtspielhäuser bis 1945 kennzeichnen. Als besondere Attraktionen werden in einer eigenen "Schaubude" Mutoskope, "lebende Photographien" und ein Kaiserpanorama geboten.

Begleitend zum Festival und zur Ausstellung erscheint im Verlag Filmarchiv Austria der von Christian Dewald und Werner Michael Schwarz herausgegebene und reich illustrierte Katalog-Textband Prater Kino Welt: Der Wiener Prater und die Geschichte des Kinos. Außerdem veröffentlicht das Filmarchiv seine historische Praterfilmsammlung erstmals auf DVD.

Die umfangreiche Programmauswahl samt ausführlichen Präsentationsbeschreibungen gibt es auf der Homepage des Filmarchiv Austria nachzulesen.

Filmvorstellungen sind tgl. um 21:30 Uhr bei freiem Eintritt! Nichts wie hin!

Quelle: FA Austria

http://kakanienneu.univie.ac.at/static/files/28268/prater14.jpg


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