Widerstand und Solidarität/Medizin im NS- und Nachkriegsfilm

posted by SHorváth on 2008/08/19 17:23

[ Präsentation - Presentation ]

Im Redaktions-Blog vor einiger Zeit angekündigt – die zum vierten Mal vor der KZ-Gedenkstätte Mauthausen von 20.-23.08.2008 | 20:00 Uhr veranstaltete Open Air Filmreihe, die sich heuer der Thematik Widerstand und Solidarität widmet.

Daran anschließend wird von 26.-29.08.2008 | 20:00 Uhr die filmische Auseinandersetzung mit Medizin im NS- und Nachkriegsfilm im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim "im_fokus“ stehen.

Über genaue Zeit-, Ort- und Projektionsangaben sowie über die kostenlosen Busshuttles ab Wien, Ballhausplatz (17.00 Uhr) und ab Linz, Hauptbahnhof (18.30 Uhr) nach Mauthausen gibt der Flyer [.pdf] wie auch die Mauthausen Memorial Website detaillierte Auskunft. 

 Für die jeweiligen Programme wurden folgende Filmbeiträge ausgewählt:
 
 
KZ-Gedenkstätte Mauthausen:
 
  • 20. August, 20.00 Uhr: Die Passagierin (PL 1963, Regie: Andrzej Munk)
Die Frage nach individueller Schuld und Verantwortung am Beispiel der Begegnung einer ehemaligen SS-Aufseherin mit einer Frau, die im KZ war.
 
  • 21. August, 20.00 Uhr: Der Boxer und der Tod (CSSR 1962, Regie: Peter Solan)

Eine Geschichte von Sport und Tod als eine Frage von Widerstand und Solidarität im KZ.

  • 22. August, 20.00 Uhr: Nackt unter Wölfen (DDR 1962, Regie: Frank Beyer)
Die Rettung eines jüdischen Buben im KZ Buchenwald durch eine kommunistische Widerstandsgruppe. Nach dem Roman von Bruno Apitz.
 
  • 23.August, 20.00 Uhr: Aufstand in Sobibor (USA 1987, Regie: Jack Gold)
Der Aufstand einer Gruppe sowjetischer Soldaten im Vernichtungslager Sobibor auf der Grundlage der Erinnerungen und Erzählungen der Überlebenden.
 
 
Einführungen von Univ.-Prof. Dr. Frank Stern mit Ausschnitten aus filmischen Originaldokumenten.
 
 
 
Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim:
 
An den vier Filmabenden im Hof des Lern- und Gedenkorts Schloss Hartheim werden Filme aus den Jahren 1939 bis 1946 gezeigt. Sie alle verbindet die Thematisierung von Medizin und die gesellschaftliche Positionierung des Berufsbildes Arzt. Sie zeigen die Vielfältigkeit der Darstellung und Annäherung an dieses Berufsfeld mit Mitteln der Historisierung und Heroisierung. Dabei handelt es sich nicht um NS-Propagandafilme zur Freigabe der Vernichtung "lebensunwerten" Lebens, sondern um klassische Spielfilme.
 
 
Dienstag, 26. August 2008, 20.00 Uhr:
Robert Koch
D 1939, 116 Min.
Regie: Hans Steinhoff
Mittwoch, 27. August 2008, 20.00 Uhr:
Paracelsus
D 1942/43, 106 Min.
Regie: G.W. Pabst
Donnerstag, 28. August 2008, 20.00 Uhr:
Germanin
D 1942/43, 95 Min.
Regie: Max W. Kimmich
Freitag, 29. August 2008, 20.00 Uhr:
Die Mörder sind unter uns
D 1946, 91 Min.
Regie: Wolfgang Staudte
 
ExpertInnen aus dem Bereich der (Film)Wissenschaft referieren und stehen für Diskussionen im Anschluss der Filme zur Verfügung.
 
 
Zum Veranstaltungsort:
 
In Schloss Hartheim in Alkoven (OÖ) war von 1940-1944 eine NS-Euthanasieanstalt untergebracht, in der nahezu 30.000 behinderte und kranke Menschen, teils BewohnerInnen der Landesheil- und Pflegeanstalten, teils arbeitsunfähige KZ-Häftlinge aus den KZ Mauthausen, Gusen und Dachau sowie Zwangsarbeiter ermordet wurden.
2003 wurde mit der Gedenkstätte und der Ausstellung Wert des Lebens der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim errichtet.
 
Quelle: www.doew.at (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes)
 
Im Blog-Archiv:
2006 – Frauen im KZ und 2007 – Kinder im KZ sowie das Gedenk-Filmfestival "im_fokus" – Jugend im Nationalsozialismus
 

 


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