Kinokis Mikrokino – Politische Filmabende

posted by SHorváth on 2008/06/04 22:39

[ Präsentation - Presentation ]

Nachdem im April beim Linzer Crossing Europe Filmfestival Želimir Žilniks  "Kenedi Trilogie" im Programmschwerpunkt "Panorama Specials" präsentiert wurde, werden nun in Wien sowohl die Trilogie (5. Juni) als auch der Protestfilm "Ustanak u Jasku" des serbischen Filmemachers an zwei verlängerten Filmabenden im Depot vorgeführt. Werke von Dimitar Anakiev und Miomir Stamenković ergänzen den zweiten politischen Filmabend (6. Juni).

Anschließende Diskussionsrunden unter Anwesenheit von Želimir Žilnik und einigen Mitwirkenden sowie Dimitar Anakiev sind eingeplant.

Aufschlussreiches zur Person und zu den Arbeiten Žilniks gibt es über den Festivalkatalog [.pdf] (siehe S. 58 - 60) des Crossing Europe hinaus vor allem auf der Homepage von Želimir Žilnik, weiters auch unter www.wsws.org,  wo ein Abriss über sein bisheriges Filmschaffen wie auch ein Interview zu finden sind.

kinokis mikrokino #152 / Teil 1 Želimir Žilniks "Kenedi"-Trilogie
5. Juni

19.00: Kenedi is getting married – Kenedi se ženi (Serbien 2007), R: Ž. Žilnik, 80 min
Anschließend Diskussion mit Želimir Žilnik und den Mitwirkenden Kenedi Hasani, Philipp Eisenmann und Ethem Saygieder

21.30: Kenedi goes back home Kenedi se vraća kući (Serbien/Montenegro 2003), R: Ž. Žilnik, 74 min, serbisch/dt. OmeU

22.45: Kenedi lost and found Gde je bio Kenedi dve godine? (Serbien/Montenegro 2005), R: Ž. Žilnik, 26 min 

 

Kenedi heiratet dokumentiert die unermüdlichen Versuche des Rom Kenedi Hasani nach der Vertreibung aus der EU in Serbien Fuß zu fassen oder eine Hintertür zurück ins Euro-land zu entdecken. Žilnik beweist, dass Filmemachen eine Methode sein kann, mit Menschen gemeinsam Widerstand zu organisieren.
In Kenedi goes back home fungiert Kenedi, selbst von der Abschiebung betroffen, als Mittelsmann zwischen Filmteam und anderen unfreiwillig Heimgekehrten, die von ihren Erfahrungen berichten.
Kenedi lost and found: Kenedi ist es gelungen, physisch in die EU einzureisen, doch ohne Chance, den entscheidenderen Teil der eigenen Existenz, den papierenen, auch hier zu etablieren.

 

In Zusammenarbeit mit dem Ordinariat für postkonzeptuelle Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien
 

kinokis mikrokino #153 / Teil 2 Jugoslawien: Wiederaneignung der Geschichte
6. Juni

19.00: Aufstand in Jazak – Ustanak u Jasku (Jugoslawien 1972), R: Ž. Žilnik,18 min
Last of the Zilniks – Zadnji Žilnik (Slowenien 2007), R: D. Anakiev, 61 min
Anschließend Diskussion mit Želimir Žilnik und Dimitar Anakiev

Ca. 21.00: Lager Nis (Jugoslawien 1987), R: Miomir Stamenković, 92 min

Aufstand in Jazak ist ein Protestfilm gegen die Exploitation der PartizanInnengeschichte in den millionenschweren Hochglanz­schinken à la Sutjeska.

Last of the Zilniks schildert die Geschichte der Widerstandskämpferin Milica Shuvakovic, alias Masha, und ihrem Mann Konrad Žilnik, später als Volksheld gefeiert. Masha wird von den Deutschen festgenommen und bringt im Konzentrationslager ihren Sohn Želimir zur Welt, bevor sie ermordet wird.

Lager Nis ist einer der großen kommerziellen, jugoslawischen antifaschistischen Filme. Gefangene des Konzentrationslagers Nis planen einen Ausbruch, in einer Nebenhandlung bringt eine Gefangene ihr Kind zur Welt, das aus dem KZ gerettet wird. Žilnik wurde nie zu einer Vorführung des Filmes eingeladen.

In Zusammenarbeit mit PartizanInnenFilmForschungsBrigade 


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