Veranstaltungen - Conferences - Part 25

posted by SHorváth on 2007/03/24 20:00

[ Veranstaltungen - Conferences ]

Projekt Intermedialität präsentiert: Symposium Intermediale Ästhetik des Horrors, 30./31.März 2007 in der Aula am Campus der Universität Wien
    Dem ästhetischen Empfinden unserer modernen Gesellschaft liegt der materielle Körper, sowohl der organische als auch der anorganische, nicht minder der imaginierte Körper zugrunde. Ausgehend von der Annahme, dass "Horror" nicht lediglich als Genre, sondern als strukturelles, ästhetisches Grundprinzip gedacht werden kann, welches den Gesellschaftskörper mit einem feinen Netz durchzieht, sollen mittels interdisziplinärer Methoden Aspekte und Beispiele zu einer intermedialen Ästhetik des Horrors präsentiert und vor dem Hintergrund des kulturellen und kollektiven Gedächtnisses, welches seinerseits durch den medialen Umbruch und die neuen technischen (Verwertungs-)Möglichkeiten aktuelle Brisanz erfährt, untersucht werden. Zu diesem Zweck werden alle mediale Ausformungen des Horrorgenres betrachtet.

    Die Zusammensetzung der Vortragenden ist so gewählt, dass es ebenfalls zu einem "Treffen der Generationen" kommt, was ein weiteres Spektrum an Möglichkeiten eröffnet. Denn hierdurch werden nicht nur unterschiedlich interdisziplinäre Ansätze vorgelegt, sondern ebenfalls methodische Unterschiede offen gelegt, die jede Generation aufs Neue erkundet, interpretiert und adaptiert – sozusagen eine Transformation der Methodik selbst. Eine weitere Besonderheit besteht darin, gleichzeitig einer Auswahl an versierten Studenten – dem wissenschaftlichen Nachwuchs – in adäquater Weise eine Plattform zu bieten, auf der sie ihre wissenschaftliche Auseinandersetzung präsentieren und gemeinsam mit etablierten Professoren zu Diskussion stellen können, wodurch der Einstieg in den Wissenschaftsbetrieb erleichtert werden soll.

Programm und Beginnzeiten der Vorträge:

Freitag, 30. März 2007

9.30 - 10.00
Eröffnung
Mag. Christian Stiegler und Claudio Biedermann

10.00 - 10.45
Flora Schanda und Judith Schoßböck (Wien)
Das Queere des Horrors. Sexuelle Identitäten zwischen Transgression und Schrecken.

11.00 - 11.45
Mag. Dr. Julia Köhne (Wien)
Let it bleed. Der Konnex von Blut und Trauma in Brian de Palmas "Carrie".

12.00 - 12.45
Daniel Klug und Michaela Taschek (Wien)
Das kurze Grauen. Horror in Musikvideoclips.

13.00 - 13.45
Dr. Arno Meteling (Köln)
Formalisierung des Schreckens. Zu einer Theorie der phantastischen Literatur mit E.T.A. Hoffmann, H.P. Lovecraft und Paul de Man.

13.45 - 14.45
Pause

15.00 - 15.45
PD Dr. habil. Marcus Stiglegger (Mainz)
Humantransformationen. Zum Motiv des Gestaltenwandels im Horrorfilm.

16.00 - 16.45
Mag. Christian Stiegler (Wien)
The trick is to keep breathing. Try not to breathe.
Die Bedeutung und ästhetische Stilistik der Atmung im Horror als performativer Akt.

17.00 - 17.45
Univ.-Prof. Dr. Michael Rohrwasser (Wien)
Dr. Mabuse, der (Schau-)Spieler und die Ästhetik des Horrors.

18.00 - 18.45
Dr. Franz Rottensteiner (Wien)
Horror in Science Fiction.


Samstag, 31. März 2007

9.00 - 9.45
Dipl. Soz. Grit Grünewald und Nancy Leyda (Dresden)
Der real existierende Vampir-Horror. Eine theatrale Inszenierungspraxis innerhalb der Schwarzen Szene.

10.00 - 10.45
Alexander Preisinger, Mario M. Dorostkar, Niku Dorostkar (Wien)
Das Labor als Ort des Grauens. Technischer und medizinischer Fortschritt in modernen Vampirdarstellungen.

11.00 - 11.45
Mag. Dr. Christa Tuczay (Wien)
Horrorszenarios in der mittelhochdeutschen Erzählliteratur und die Entwicklung des Angstgefühls.

12.00 - 12.45
Priv.-Doz. Dr. Hans Richard Brittnacher (Berlin)
"Kupplerinnen des Satans", "Handlanger des Teufels", "Kinder der Nacht" - Zigeuner und Zigeunerinnen als diabolische Gestalten in Literatur und Film.

12.45 - 13.45
Pause

14.00 - 14.45
Univ. Doz. Dr. phil. Roland Innerhofer (Wien)
"Da tauchen Menschen auf und verschwinden wieder". Horrorszenarien in Elfriede Jelineks "Die Kinder der Toten".

15.00 - 15.45
Mag. Thomas Ballhausen (Wien)
Im Schreckensarchiv. Zur Rezeption von "Peeping Tom".

16.00 - 16.45
Stefan Höltgen M.A. (Bonn)
"Es hat (nicht) geschmeckt." Der "Kannibale von Rothenburg" und der verstehende Horrorfilm.

17.00 - 17.45
Mag. h.c. Drehli Robnik (Wien)
Tiktak und Taktik: Zur Konsumkultur- und Zeit-Empfindungslogik des postfordistischen Horrorkinos in Benjaminscher Sicht.

18.00 - 18.45
Tobias Klose M.A. (München)
Die Ästhetik des Blicks - Jugendliche Rebellion und elterliche Bigotterie im Horror.

ab 18.45
Abschlussdiskussion
Moderation: Mag. Thomas Ballhausen, Claudio Biedermann, Mag. Christian Stiegler


Folder/Programm-Download unter http://intermedial.at/aesfolder.pdf

Organisation und Leitung:
Mag. Christian Stiegler und Claudio Biedermann

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