Film Festivals - Part 27

posted by SHorváth on 2006/05/22 21:37

[ Film Festivals ]

In der Fortführung des Blogs zu den osteuropäischen Screenings, die beim VIS – Kurzfilmfestival zur Vorstellung kommen, weitet sich nun meine Auswahl an Beiträgen auf zwei Schwerpunkte aus, die als Sondervorführungen angesetzt sind: der Fokus Balkan und das Tribut zu Mara Mattuschka.

Teil II
Im Rahmenprogramm integriert sind zwei Blöcke, die die Aufmerksamkeit besonders auf sich ziehen. Zum einen der Fokus Balkan, der für den 27. Mai 2006, 19.00 - 20.30 Uhr im Top Kino angesetzt ist und zu dessen Besuch bereits hier aufgerufen wurde.

Zum anderen sei das visuell bestechende Tribute to Mara Mattuschka anempfohlen, das am 26. Mai 2006, 22.00 - 23.45 Uhr, ebenfalls im Top Kino vonstatten gehen wird.

Ganz wie es im VIS-Programm zu lesen ist:

    Das erste Tribute in der (noch jungen) Geschichte von Vienna Independent Shorts ist einer der vielseitigsten, originellsten und phantasievollsten Künstlerinnen in Österreich gewidmet: Mara Mattuschka. Die 1959 in Sofia geborene Filmemacherin lebt seit 1976 in Wien, studierte hier Ethnologie und Sprachwissenschaft sowie anschließend Malerei und Trickfilm bei Maria Lassnig an der Hochschule für Angewandte Kunst. Seit der Geburt ihres ersten Sohnes Max (1990) hält sie überwiegend Vorträge und hat Lehraufträge an mehreren Kunsthochschulen.

    Fraglos ist Mara Mattuschka eine der wichtigsten Figuren im internationalen Kunst- und Experimentalfilm-Kontext. Im Zentrum ihres vielfältigen Schaffens steht – neben Öl-Malerei, Performance Art, Schauspiel, etc. – der anarchisch-komische Animations- und Avantgarde-Film. Das Tribute zeigt 13 Filme von ihren strukturellen Anfängen zu Beginn der 80er-Jahre bis hin zur erst heuer bei der Diagonale präsentierten Videoarbeit "Comeback".

    Mara Mattuschka taucht in ihren Filmen fast immer als ihr fiktives Alter Ego Mimi Minus auf. Die Kunstfigur schlüpft in unterschiedlichste Rollen, zeigt eine intensive physische Präsenz vor der Kamera und lotet dabei ihre Grenzen in allen möglichen Facetten aus – sei es als mechanischer Kugelkopf (im gleichnamigen Film), sei es als enthäutetes Monster (in "ID") oder auch als alternde Diva (in "Comeback"). Bei Mattuschka geht es um Körperlichkeit, um die exzessive, oft wilde, manchmal gewalttätige Suche nach Identität, um die Lust am Probieren und die Lust an sich. Dafür wählt sie wilde Performances, trashige Looks, ironische Exaktheit und unmittelbare Nähe. Das tut hin und wieder weh und reizt zum Wegschauen, ist aber vor allem erstaunlich direkt, sehr klug und meistens wunderbar komisch.

    Bekannt ist Mara Mattuschka auch unter den Synonymen Madame Ping Pong, Mahatma Gobi oder Ramses Pu Tai II. 2004 wurde sie bei der Diagonale mit dem Würdigungspreis für Filmkunst ausgezeichnet. Sie ist Mitglied der Austria Filmmakers Coop und Vorstandsmitglied des Animationsfilmverbands ASIFA Austria. Mara Mattuschka hat zwei Söhne und lebt in Wien.

Und wer das ausführliche Programmheft, dem die Illustration einer ganzen Reihe österreichischer Produktionen sowie die der Screenings etlicher weiterer am VIS beteiligter Länder entnommen werden kann, nicht schon längst in Händen hält, für den/die gibt es dieses hiermit im [.pdf] – Format!


SOS Extraterrestria, M. M. (Austria 1993, 10 min)

http://kakanienneu.univie.ac.at/static/files/28156/schwarzesonne.jpg


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