Das deutschsprachige Theater in der Ersten Tschechoslowakischen Republik

posted by Hana Blahova on 2008/03/29 11:55

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Das deutschsprachige Theater auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik hat eine lange Tradition. Ihre Geschichte, besonders nach der Gründung der Tschechoslowakei wurde aber bisher nur kaum wissenschaftlich untersucht. Dieser Terra incognita widmet sich die Theaterwissenschaftlerin Katharina Wessely in ihrem Beitrag: "... um die Person unseres Präsidenten würdig zu verehren". Die Festvorstellungen der deutschsprachigen Theater anlässlich der staatlichen Feiertage in der Ersten Tschechoslowakischen Republik

Anhand der deutschsprachigen Provinzbühnen, mit besonderer Berücksichtigung der Vereinigten deutschen Theater in Brünn, versucht sie zu zeigen, wie die deutschsprachige Bevölkerung der jeweiligen Stadt ihr Verhältnis zum tschechoslowakischen Staat definierte.

Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs hatte sich die Position der deutschsprachigen Bevölkerung grundlegend geändert. Durch die politischen Umwälzungen übernahmen nicht nur im Staat, sondern auch in vielen Städten die Tschechen jene Positionen, die bisher wie selbstverständlich die Deutschen innegehabt hatten. Die neu entstandenen hegemonialen Verhältnisse beeinflussten auch die Verhältnisse am Theater. Bis in die frühen 20er Jahre waren die Theatergebäude der gemischt bewohnten Städte immer wieder Streitpunkt sowohl in politischen Gremien als auch in den öffentlichen Diskursen.

Am Beispiel der Feierlichkeiten der deutschsprachigen Theater zu diversen Feiern der Staatsgründung lässt sich ein durchaus differenziertes und wechselvolles Bild des Verhaltens der deutschsprachigen Minderheit der Tschechoslowakei zu den neuen Verhältnissen ablesen. Dabei werden Theatergesetze, Spielpraxis, Organisation von Theatern und eben Sonderveranstaltungen behandelt.

 


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