Veranstaltungen | Conferences - Part 62

posted by usha on 2007/06/15 10:13

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Zwei Podiumsdiskussionen gilt es anzukündigen, die im Rahmen des IK Kulturen der Differenz stattfinden.

Kommende Woche diskutieren unter der Moderation von Wolfgang Müller-Funk der ehemalige Botschafter Rumäniens Andrei Corbea Hoisie, der Direktor der Diplomatischen Akademie Jiri Grusa, der Diplomat Emil Brix und der Rektor der Universität Wien, Georg Winckler, über Transformationen von Mitteleuropa.

Ort: Aula, AAKH, Spitalgasse 9, 1090 Wien, Hof 1
Zeit: Mittwoch, 20. Juni 16.00 Uhr

In der darauffolgenden Woche findet im Museumsquartier, eine Podiumsdiskussion zum Thema raum_zeit_räume. neue perspektiven auf zentral(e) europäische umbrüche statt. Hier sprechen Herrmann Doetsch, Heinz Faßmann, Stephan Günzel, Wolfgang Müller-Funk und Andreas Pribersky.

"1989 hat die ganze lage geändert. mit den institutionen und der legitimität des realsozialismus war auch die ganze geographie der macht zusammengebrochen." für karl schlögel, aus dessen kontroversiell diskutiertem buch im raume lesen wir die zeit (2003) dieses einleitungszitat stammt, stehen die politischen prozesse, die mit dem jahr 1989 bezeichnet werden, für den beginn der "wiederkehr des raumes", für einen ausgangspunkt des spatial turn und die aus seinem kontext hervorgegangene, neue sensibilisierung für die brüchigkeit, diskontinuität, nicht-totalität des raumes.
doch was ist 1989 und danach tatsächlich passiert? wie wirkten sich die realpolitischen neuverhandlungen zentraleuropäischer räume auf soziale, ästhetische, mediale räume aus? führte die umschreibung und neudeutung von räumen und grenzen auch zu einer tatsächlichen veränderung alltagskultureller phänomene wie beispielsweise von praktiken der grenze? wie hat sich der eiserne vorhang in die kollektive psyche auf
beiden seiten der grenze eingeschrieben und besteht er möglicherweise als imaginäre grenze – auch in urbanen zentraleuropäischen räumen – fort? wie verhält es sich mit den verschiebungen der schengengrenze und der dynamisierung dichotomischer zuschreibungen von zentrum und peripherie, den stacheldrahtabsperrungen an den außengrenzen der "festung europa" und der gleichzeitig forcierten innereuropäischen mobilität?
und wie lassen sich raumtheoretische ansätze mit den aktuellen "heißen" debatten um die geopolitische neuorientierung (zentral-) europas – von der stationierung der us-raketen bis zur position von ukraine oder türkei – verbinden?
die podiumsdiskussion wird sich mit diesen themen aus einer transdisziplinären perspektive beschäftigen und sich dabei auch einer entscheidenden frage in bezug auf den spatial turn widmen: kann man über den raum reden, ohne über die zeit zu sprechen?

Ort: Podium des Architekturzentrums, MQ, Museumsplatz 1, 1070 Wien
Zeit: Mittwoch, 27. Juni 2007, 19.30 Uhr


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