Die Arbeitswelt im Wandel - Part 17

posted by usha on 2006/03/27 21:44

[ Die Arbeitswelt im Wandel ]

Der arbeitsweltliche Wandel beschäftigt, wie schon häufig konstatiert, v.a. Psycholog/innen und psychologische Initiativen und Einrichtungen.

Begrüßenswert finde ich, dass das Thema noch nicht vom Tisch gewischt wurde/wird, sondern dass in Passau im November (09.-12.11.2006) eine Tagung zum Thema stattfinden wird.

Aus dem ausführlichen Programm zur Tagung führe ich die folgenden Abschnitte an; der gesamte Text mit allen Angaben findet sich bei H | Soz | U | Kult:

Die gängigen Formeln von Flexibilität oder Elitenförderung verlieren an Überzeugungskraft, je deutlicher sie die Trägheit der Organisationen, die Widerständigkeit des Alltagsbewusstseins und die mögliche Überforderung der Menschen übersehen.

Versuchen die Menschen nämlich individuell solche heimlichen Lehrpläne zu erfüllten, so geraten sie leicht in widersprüchliche oder kaum erfüllbare Anforderungen. Die aktuell gewünschte Führungspersönlichkeit beispielsweise ist fachlich in ihrem Gebiet, in relevanten EDV-Lösungen, Organisationsentwicklungsverfahren, in Managementtechniken und technologischen Entwicklungen bewandert, sie bringt Studienabschluss plus Auslandserfahrung mit, ist bereits in jungen Jahren von großer menschlicher Erfahrung und mit Einfühlungsvermögen, Coaching-Befähigungen und ausgeprägter sozialer Kompetenz ausgestattet, wie z.B. ihr Engagement in Vereinen oder Verbänden dokumentieren. Derlei Erwartungshorizonte führen zu einem ständig vorverlagerten biographischen Druck, der möglicherweise in erster Linie unrealistische Selbstvermarktung begünstigt und genau das zerstört, was er erreichen soll.

Wie können und sollen Menschen mit heimlichen Lehrplänen umgehen? Welche Hilfen leisten Psychologie und Sozialwissenschaften beim Verstehen, Ansprechen und Bewältigen der (mikro-) politischen Sozialisation in unserer Gesellschaft?
Zur Klärung dieser Fragen ist der Workshop breit angelegt. Er will nicht nur betriebliche, sondern auch familiäre, nicht nur soziokulturelle, sondern auch interkulturelle, pädagogische, subkulturelle etc. Aspekte in den Blick nehmen.


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