Deutsche im tschechischen Film

posted by SHorváth on 2009/05/01 20:12

[ Präsentation - Presentation ]

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa veranstaltet vom 4. bis 11. Mai im Filmmuseum Potsdam eine Filmreihe, die sich unter dem Titel "Anziehung und Distanz“ der Darstellung der Deutschen im tschechischen Film widmet. Begleitend dazu wird der Prager Historiker Petr Koura einen Vortrag halten, der sich mit der "Entwicklung des Bildes der Deutschen im tschechoslowakischen Film nach 1945“ auseinandersetzt:

Der Zweite Weltkrieg ist eines der Hauptthemen der tschechoslowakischen Kinematografie nach 1945. Es wurden über hundert abendfüllende Filme gedreht, die in den Jahren 1939–45 spielen. >>>
In fast jedem dieser Filme begegnet man der Figur des Deutschen – vom verbissenen, fanatischen Nazi über den glatten Gestapo-Mann bis zum duckmäuserischen Deserteur oder inhaftierten Antifaschisten. Die Darstellung von ehemaligen deutschen Landsleuten aus Böhmen und Mähren war tabuisiert und kam bis auf in dem Film ADELHEID (1969) eher selten vor. Nach 1989 wurden Deutsche in den tschechischen Filmen differenzierter dargestellt, z. B. in WIR MÜSSEN ZUSAMMENHALTEN (2000) und ICH HABE DEN ENGLISCHEN KÖNIG BEDIENT (2006).
 
Petr Koura referiert am 11. Mai, 19.30 Uhr im Haus der Brandenburgisch Preußischen Geschichte.
 
Die Filme Ich habe den englischen König bedient / Obsluhoval jsem anglického krále, R: Jiří Menzel (2006), Unsere Champions / Mistři, R: Marek Najbrt (2004), Wir müssen zusammenhalten / Musíme si pomáhat, R: Jan Hřebejk (2000) und Adelheid, R: František Vláčil (1969) werden allesamt im Filmmuseum Potsdam gezeigt. Hier geht es zur Programmübersicht der Veranstaltungsreihe.


Ich habe den englischen König bedient (Jiří Menzel)

 

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