Psychoanalyse, Film und Kino

posted by SHorváth on 2008/02/18 17:17

[ Veranstaltungen - Conferences ]

Die gemeinsame Veranstaltungsreihe Psynema - Licht in dunklen Räumen. Psychoanalyse, Film und Kino von SYNEMA - Gesellschaft für Film & Medien und der Wiener Psychoanalytischen Akademie will - an fünf verschiedenen Schauplätzen - den Austausch zwischen Filmtheorie und Psychoanalyse intensivieren. Anhand exemplarischer Filme werden in Vorträgen (jeweils an vier Freitagen - das jetzige Gesamtprogramm wird noch aktualisiert) und Workshops (jeweils an 4 Samstagen) mit international renommierten VertreterInnen aus beiden Disziplinen einander einende sowie trennende theoretische Positionen zur Kinematographie dargestellt und diskutiert.

Für die Workshops (Teilnahmegebühr für alle 4: Euro 50,-) ist eine schriftliche Anmeldung mittels Anmeldeformular [.doc] bis 21.2. erforderlich.

Gastvorträge von
  • Joan Copjec (Buffalo, USA)               22. Februar 2008 | Österr. Filmmuseum
  • Elisabeth Bronfen (Zürich)                18. April 2008 | Votivkino
  • Christine N. Brinckmann (Berlin)     26. September 2008 | Metrokino
  • Andrea Sabbadini (London)             14. November 2008 | Filmcasino

Bei den Vorträgen am Freitag ist der Eintritt frei, die Tickets für die jeweiligen Filmvorführungen sind im Kino erhältlich.

Die vier Samstags-Workshops am 23. Februar, 19. April, 27. September und 15. November bieten Seminarblöcke für InteressentInnen aus beiden Disziplinen, die anhand des Themas "Film & Psychoanalyse" miteinander in einen intensiven Dialog über ihre Arbeitsgebiete treten sollen.
 
Am Vormittag werden zwei VertreterInnen der Filmwissenschaften (Andrea B. Braidt, Henrike Hölzer, Gabriele Jutz, Eva Laquièze-Waniek, Renate Lippert, Andreas Rost, Gottfried Schlemmer, Hans J. Wulff ), am Nachmittag zwei PsychoanalytikerInnen (Rainer Gross, Beate Hofstadler, Ulrike Kadi, Robert Pfaller, Bettina Reiter, August Ruhs, Elisabeth Skale, Alfred Springer) in Impulsreferaten ihre Zugänge zu den Schwerpunkten der jeweiligen Tagesthemen darlegen, die von informierten ModeratorInnen aufgegriffen und ins Publikum hineingetragen werden. Der Austausch der Diszipline wird - da alle WissenschafterInnen während des jeweiligen Seminartages durchgängig anwesend sind - durch den Workshop-Charakter besonders intensiviert:
 
  • Geschichte Film und Psychoanalyse allgemein

Samstag, 23. Februar 2008, 10.00 – 19.30 Uhr

Gottfried Schlemmer (Wien): Anmerkungen zur Rolle des Subjekts auf und vor der Leinwand

Gabriele Jutz (Wien): Seeing with a Different Eye. Zur Traumlogik in Un chien andalou (Luis Buñuel und Salvador Dali, Frankreich 1928)

August Ruhs (Wien): Die Ursprünge der Psychoanalyse. Freuds Wahrnehmungsräume. Der iconic-turn. Die Psychoanalyse geht ins Kino...

Bettina Reiter (Wien): Der psychische Apparat: Triebe und Objekte. Klinische Strukturen. Schulen und ihre Begründungen

Moderation: Brigitte Mayr (Wien)

  • Psychoanalyse für FilmtheoretikerInnen / Filmtheorie für PsychoanalytikerInnen

Samstag, 19. April 2008, 10.00 – 19.30 Uhr

Eva Laquièze-Waniek (Straßburg): Sexuelle Differenz und Identität - Zwischen Imaginärem und Symbolischen

Henrike Hölzer (Berlin): Identifikation als Konflikt: Zuschauerschaft jenseits des Lustprinzips

Beate Hofstadler (Wien): Ich bin eine Täuschung

Alfred Springer (Wien): KörperBilder und Identität(en) in Klinik und Film

Moderation: Wilbirg Brainin-Donnenberg (Wien)

  • Film, Traum, Psychose

Samstag, 27. September 2008, 10.00 – 19.30 Uhr

Andreas Rost (München): Memory-Effects: unterschiedliche Schlüssel zu Film und Traum-Verständnis 

Renate Lippert (Frankfurt): Reale Bilder. Filme psychoanalytisch sehen

Elisabeth Skale (Wien): Vorstellung-Illusion-Traumbild-Halluzination  
 
Rainer Gross (Wien): Der Traum von der Heilung. (Der Psychoanalytiker als Protagonist im Kino.) 
 
Moderation Christine Diercks (Wien)
 
  • Allgemeines zum Kino. Schautrieb, Angst-Lust-Dynamik, gesellschaftliche Aspekte, RezipientInnensituation etc.

Samstag, 15. November 2008, 10.00 – 19.30 Uhr

Andrea B. Braidt (Wien): Empathie, Identifikation, Erzählperspektive. Post-psychoanalytische Zugänge zum Zuschauen

Hans J. Wulff (Kiel): Blicke - Perspektiven - Erinnerung. Dramaturgien der Teilnahme in Away from Her (2007, Sarah Polley)

Ulrike Kadi (Wien): Schirm. Rahmen. Blockade.

Robert Pfaller (Linz/Wien): Warum gespielte Liebe oft zu wahrer Liebe wird. Die Gesetze der Komödie und die Psychoanalyse
 
Moderation: August Ruhs (Wien)
 
 
Die Abstracts der TeilnehmerInnen finden sich im Psynema-Gesamtprogramm.

Workshops: Wiener Psychoanalytische Akademie, 1010 Wien, Salzgries 16/3.

 


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